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Forschung Mitdenkende Förderrollen für die Fabrik der Zukunft

Damit Transportgut sein Ziel zuverlässiger und schneller erreicht, entwickeln Saarbrücker Ingenieure Förderrollen, die mitdenken und miteinander kommunizieren. Die Technik ist auf der Hannover-Messe 2016 (25. bis 29. April) am saarländischen Forschungsstand (Halle 2, Stand B46) zu sehen.

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Prof. Nienhaus macht mit Kooperationspartnern die Motoren im Inneren von Transportrollen zum Sensor, um Förderstraßen neue Fähigkeiten zu geben.
Prof. Nienhaus macht mit Kooperationspartnern die Motoren im Inneren von Transportrollen zum Sensor, um Förderstraßen neue Fähigkeiten zu geben.
(Bild: Oliver Dietze)

Prof. Dr.-Ing. Matthias Nienhaus von der Universität des Saarlandes macht mit Partnern die Motoren im Inneren jeder angetriebenen Transportrolle zum Sensor: Die Antriebe liefern im laufenden Betrieb Messdaten und ermöglichen es, die Rollen ganz nach Bedarf anzusteuern. Das Fördersystem soll so bei Störungen selbst neue Wege finden oder kundtun, wenn etwa noch Dosen in eine Kiste passen. Die Partner werden ihr Verfahren in einem großen Logistikzentrum testen, wie es heißt. Der Antriebstechniker hat sich in seiner Forschung auf elektromagnetische Klein- und Mikroantriebe mit einer Leistung von 0,1 bis zu einigen hundert Watt und auf die Miniaturisierung von Systemen spezialisiert. Da das Verfahren keine weiteren Sensoren wie etwa Positionssensoren benötigt, ist es äußerst preisgünstig, so die Forscher. Auch entfalle das Risiko, dass empfindliche Sensoren zu Schaden kommen oder aus sonstigen Gründen keine Messwerte mehr lieferten.

Magnetisches Verhalten gibt Auskunft über Motorzustand

Die Forscher der Saar-Uni greifen gezielt an bestimmten Punkten im Motor Messdaten ab, zum Beispiel solche, die aufzeigen, wie die Stärke des magnetischen Feldes verteilt ist: Fließt Strom durch die drei Spulen, um die sich die Permanentmagneten drehen, wird ein elektromagnetisches Feld erzeugt. Das Wissen darum, wie sich dieses magnetische Feld verändert, wenn der Motor sich dreht, gibt den Forschern genaue Einblicke in den Antrieb. Mit den Messwerten berechnen die Ingenieure die Lage des Rotors und ziehen die verschiedensten Rückschlüsse. „Indem wir diese Daten auswerten, lässt sich der Motor sehr effizient ansteuern“, erklärt Nienhaus.

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