Palettieren Modulare Palettiersysteme zur Just-in-Time-Belieferung von Montagelinien

Redakteur: Volker Unruh

Bei der Herstellung medizinischer Geräte sorgen Palettiersysteme von IEF Werner dafür, dass die Rohteile, die von der Produktionslinie auf die angegliederte Montagelinie befördert werden sollen, orientiert bereitgestellt und in vorgegebener Lage der Montagelinie zugeführt werden. Nach der Montage holen die Palettiersysteme die Fertigteile wieder von der Montagelinie ab.

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Die Palettierer vom Typ Variostack sind offen und modular aufgebaut und lassen sich problemlos an die individuelle Fertigung anpassen. Bild: IEF Werner
Die Palettierer vom Typ Variostack sind offen und modular aufgebaut und lassen sich problemlos an die individuelle Fertigung anpassen. Bild: IEF Werner
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Palettierer vom Typ Variostack sind offen und modular aufgebaut und lassen sich problemlos an die individuelle Fertigung anpassen.

In einem Produktionswerk hat der Automatisierungsspezialist IEF Werner GmbH drei Fertigungslinien zur vollautomatischen Herstellung von medizinischen Geräten aufgebaut. Direkt daran angegliedert ist je eine Montagelinie.

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Palettiersysteme schnell und leicht in vorhandene Strukturen integrierbar

Um die Rohteile zur Montagelinien zu transportieren und nach der Montage wieder abzuholen, befinden sich in jeder Fertigungslinie Palettiersysteme vom Typ Variostack der IEF Werner GmbH. Der Kunde, heißt es, habe sich für diese Palettierer entschieden, weil sie flexibel und kompakt in ihren Abmessungen seien und sich einfach in die vorhandene Produktionsstruktur integrieren lassen würden. IEF Werner hat von 2006 bis 2010 für jede der drei Produktionslinien je drei Palettiersysteme geliefert.

Die Palettiersysteme Variostack mit ihren kompakten Maßen 1040 mm × 970 mm × 2120 mm (L x T x H) zeichnen sich besonders durch ihre modulare Bauweise aus. Damit lassen sie sich problemlos an verschiedene Applikationen anpassen.

Mit dem Palettiersystem können Paletten bis zu einer Größe von 600 mm × 400 mm × 150 mm (B x L x H) und einem maximalen Palettengewicht von 10 kg aufgenommen werden. Die Palettenwechselzeit beträgt bei diesem System 6 sec.

Für die Aufnahme der Rohteile kommen Kunststoffpaletten mit den Abmessungen 600 mm × 400 mm × 80 mm zum Einsatz. Dazu stehen auf den Paletten fünf Zeilen á 18 Plätze zur Verfügung. Jedes Nest kann fünfmal bestückt werden.

Pro Palette lassen sich somit 450 Bauteile aufnehmen. In der Regel wird zunächst eine Spalte lagenweise komplett be- oder entladen, bevor ein Spaltenwechsel erfolgt. Jedes abgelegte Bauteil wird an die übergeordnete Steuerung gemeldet – mit Angabe von Spalte, Zeile und Lage.

Abholen der Rohteile

Um die Rohteile auf die Montagelinie zu befördern, entnimmt sie der erste Palettierer vom Typ Variostack aus den angelieferten Paletten im Palettiersystem und legt die Teile automatisch in Werkstückträger der angegliederten Montagelinie ein.

Dazu zieht ein Mitarbeiter zuerst den Beladewagen aus dem Palettiersystem und legt die vollbestückten Paletten stapelweise in den Wagen. Zehn Paletten kann er maximal einlegen.

RFID-Transponder an den Paletten kontrollieren die richtige Lage. Sind die Trays im Einlauf voll beladen, sendet ein Sicherheitssensor ein Signal an die Steuerung, und die Anlage startet.

Palettengreifer sorgen dafür, dass die vollen Paletten automatisch vereinzelt werden. Dazu fährt der Palettengreifer im Eilgang in Vorposition. Sobald der Abtastsensor die oberste Palette des Stapels erkannt hat, vermindert er seine Geschwindigkeit.

Mit seiner Hubgabel entnimmt er die oberste volle Palette des Stapels, bewegt sie auf den Palettentisch und legt sie dort ab. Ein Sechsfach-Greifer setzt die Rohteile aus den vollen Paletten im Palettiersystem in die Werkstückträger der angegliederten Montagelinie um: Dabei entnimmt er aus der Palette die Rohteile beginnend mit Spalte A, die er dann in den Werkstückträger einsetzt.

Ist die Palette Spalte für Spalte komplett entladen, fährt der Tisch mit der leeren Palette in die Aufstapelposition. Von dort nimmt ein Greifer die einzelnen Paletten und schichtet sie im Entladewagen auf.

Ist der Entladewagen voll, wird er von der Anlage freigegeben. Ein Mitarbeiter kann nun die leeren Paletten entnehmen.

Fertigteile zurück in die Paletten

Sind die Teile komplett montiert, müssen sie für den weiteren Ablauf zurück in Paletten gelegt werden. Dafür sorgen zwei weitere Palettierer vom Typ Variostack.

Bis zu zehn leere Paletten hat ein Mitarbeiter im Vorfeld in den Beladewagen gelegt. Sind sie lagerichtig aufgestapelt, startet die Anlage.

Im Eilgang fährt der Palettengreifer in Vorposition. Erkennt er die oberste Palette, fährt er langsam im Suchlauf in die richtige Lage, greift sich die oberste Palette und setzt sie auf dem Palettentisch ab.

Ein Zweifach-Greifer entnimmt die Fertigteile aus den Werkstückträgern der angegliederten Montagelinie und setzt die Bauteile zeilenweise in die leere Palette im Palettiersystem ein. Ist sie komplett beladen, transportiert der Tisch die voll beladene Palette auf die rechte Seite des Systems. Dort entnimmt eine Hubgabel die volle Palette.

Über eine Hubachse wird die volle Palette nach unten in den Entladewagen gefahren. Sind alle zehn Paletten mit den Fertigteilen bestückt, werden sie von einem Mitarbeiter entnommen.

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