Alternative Verpackungen Nachhaltige Verpackung besteht aus Myzel

Eine natürliche Alternative zu EPS (expandiertes Polystyrol) und anderen Kunststoffschäumen stellt eine aus der Wurzelstruktur von Pilzen (Myzel) bestehende Verpackung dar. Die Rede ist von „MycoComposite“, auch bekannt als Mycelium Packaging oder Mushroom Packaging.

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Pilze und Wein? Ein absolutes No-Go! Drumherum aber, als clevere Verpackungsalternative, machen sie beziehungsweise Produkte aus den fadenförmigen Pilzzellen (Myzel) eine gute Figur.
Pilze und Wein? Ein absolutes No-Go! Drumherum aber, als clevere Verpackungsalternative, machen sie beziehungsweise Produkte aus den fadenförmigen Pilzzellen (Myzel) eine gute Figur.
(Bild: Grown.bio)

Das nachhaltige Verpackungsmaterial „MycoComposite“ besteht ausschließlich aus regionalen Agrarabfällen und Myzel: Pilzfäden, die zu einem Geflecht zusammenwachsen und das vegetative System der Pilze bildet. Am Ende ihres Lebenszyklus wird eine Verpackung aus „MycoComposite“ wieder zu neuem Nährstoff in unserem Böden. Die Fixum Creative Technology GmbH aus dem rheinland-pfälzischen Neuwied ist exklusiver Vertriebs- und zukünftiger Produktionspartner für Grown.bio aus den Niederlanden.

Unsere beiden Firmen passen hervorragend zusammen. Wir haben die gleiche Größe und Kultur.

Michael Arndt, Gründer und Geschäftsführer von Fixum

Wie Arndt erklärt, eigne sich Mushroom Packaging wegen seiner einzigartigen Haptik und des natürlichen Look-and-feel besonders gut für hochwertige Markenverpackungen. Die authentische Nachhaltigkeitsgeschichte zahle besonders auf den Markenwert ein. Auch für Produkte, die eines besonderen Schutzes bedürften, wie beispielsweise technische und elektronische Geräte sowie Produkte aus Glas und Keramik, wären die Pilzverpackungen sehr gut geeignet.

CO2-negatives Produkt

Dabei wirkt „MycoComposite“ dämpfend, schützt so mit ihm verpackte Produkte und isoliert gegen Wärme und Kälte. Zudem ist es leicht und wasserabweisend und lässt sich in fast jedem Design produzieren. Aktuell werden hauptsächlich Hanfschäben (holzige Teilchen) als weiterverwendete Reststoffe zur Produktion von „MycoComposite“ genutzt, weil Hanf viermal mehr Kohlenstoffdioxid bindet als Holz. In der Produktion kommt das Wachstum mit minimalem Energieaufwand aus – so entsteht in Summe ein CO2-negatives Produkt. Durch die ausschließlich natürlichen Bestandteile lassen sich diese Verpackungen heimkompostieren.

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