Lieferkonzepte Nachhaltigkeit schlägt Same-Day-Delivery

Von Thorben Seiler

Mittags bestellt, abends geliefert – das galt bis vor Kurzem noch als das Nonplusultra im Onlinehandel. Doch die sogenannte Same-Day-Delivery wich schnell der zuverlässigen Next-Day-Delivery im Inland und verliert weiter an Bedeutung. Die Gründe: zu hohe Kosten, für Händler flächendeckend kaum umsetzbar und ein verstärkter Fokus der Konsumenten auf eine zuverlässige und nachhaltige Lieferung.

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Mit seiner Delivery Platform bietet Seven Senders seinen Kunden Zugang zu über 100 Last-Mile-Carriern – und mit 7SGreen einen klima­neutralen Versand.
Mit seiner Delivery Platform bietet Seven Senders seinen Kunden Zugang zu über 100 Last-Mile-Carriern – und mit 7SGreen einen klima­neutralen Versand.
(Bild: iStock)

Diese Entwicklungen haben Auswirkungen auf die KEP-Dienstleister: Spezialisten im Bereich der Same-Day Delivery sind entweder vom Markt verschwunden oder haben ihren Fokus auf Next-Day-Evening-Services gelegt. Und auch die klassischen KEP-Anbieter haben ihren Fokus verändert. Mit neuen Konzepten und Strategien müssen sich Onlinehändler auf das veränderte Kaufverhalten einstellen. Unterstützung bietet hierbei die Delivery-Plattform Seven Senders.

Die Customer Journey im E-Commerce

Beim Versand von Onlinekäufen basiert die Customer Journey auf drei Grundpfeilern: den Lieferoptionen während des Einkaufs, den Möglichkeiten der Bezahlung sowie der Zustellungs-Journey inklusive Retouren. Onlinehändler, die es schaffen, die Wünsche ihrer Kunden optimal zu erfüllen und eine nahtlose Customer Journey zu bieten, haben einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz. Dass hier Potenzial für Onlinehändler liegt, belegen auch die Zahlen: Nur 30 Prozent der Kunden sind mit ihrem Einkauf bei Marken-Websites zufrieden. Wer Versand, Bezahlung und Retouren an den Kundenbedürfnissen ausrichtet, stärkt nicht nur die Kundenbindung, sondern kann damit auch die Umsatzhöhe steigern. Gleichzeitig verringern sich die Abbruchraten bei den Onlinebestellungen sowie Anfragen an den Kundenservice.

Wachstumschancen durch Cross-Border-Versand

Wer innerhalb Deutschlands versendet, kennt in der Regel die Vorlieben und Wünsche seiner Kunden bezüglich der Costumer Journey und kann sie berücksichtigen. Um im Meer der vielen Onlinehändler weiter oben zu schwimmen, müssen E-Tailer jedoch über die Grenzen ihres Heimatmarktes blicken: Wer seinen Umsatz weiter steigern und langfristig wachsen möchte, kommt um eine Expansion ins europäische Ausland nicht mehr herum. 23 Prozent aller Onlineverkäufe in Europa sind bereits grenzüberschreitende Käufe – Tendenz steigend. Für eine nahtlose Customer Journey bedeutet das, die regionalen Herausforderungen zu kennen und erfolgreich zu meistern.

Individuelle Lieferwünsche im internationalen Versand

Bisher zählten für Onlinekäufer beim nationalen Versand gleichermaßen der Zustellpartner und damit eine zuverlässige Lieferung sowie die Geschwindigkeit. Im Cross-Border-Versand gewinnen die Zustellpartner an Bedeutung und die Konsumenten akzeptieren eine Lieferzeit von bis zu vier Tagen, die nicht überschritten werden sollte. Doch die wachsende gesellschaftliche Relevanz von Umweltschutz und Nachhaltigkeit führt in vielen Ländern zu einer Veränderung – sowohl aufseiten der Kunden als auch aufseiten der E-Tailer. Zwar werden Kunden weiter auf Top-Carrier und eine zuverlässig schnelle Lieferung Wert legen. Doch Händler, die nachweislich „grün“ versenden, werden klar im Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz sein.

Von schnell zu nachhaltig

Zu den Gründen, weshalb die Same-Day-Delivery bei E-Tailern vermehrt in den Hintergrund rückt, zählt aber nicht nur der verstärkte Fokus auf Nachhaltigkeit seitens der Kunden. Ausschlaggebend sind auch zu hohe Lieferkosten – insbesondere beim Cross-Border-Versand. Onlinehändler, die über Grenzen hinweg liefern wollen, können sich auf andere Faktoren der Customer Journey fokussieren, statt eine besonders schnelle Lieferung zu ermöglichen.

Mit dem markanten Spruch „Erste Wahl auf der letzten Meile“ wirbt Seven Senders, eigenen Angaben zufolge, für die führende Delivery-Plattform Europas.
Mit dem markanten Spruch „Erste Wahl auf der letzten Meile“ wirbt Seven Senders, eigenen Angaben zufolge, für die führende Delivery-Plattform Europas.
(Bild: iStock)

Das belegen auch die Ergebnisse einer von Seven Senders in Auftrag gegebenen Yougov-Umfrage: 87 Prozent der Befragten nehmen eine längere Lieferzeit in Kauf, wenn sie wissen, dass der Shopbetreiber keine Niederlassung im Inland hat. Selbst steigende Kosten für eine nachhaltige Lieferung finden Akzeptanz: 57 Prozent der Befragten wären bis zu einer gewissen Summe bereit, mehr Geld für eine nachhaltige Lieferung zu bezahlen – und das, obwohl für 55 Prozent aller Befragten die Lieferkosten das wichtigste Kriterium bei der Auswahl des Onlineshops sind. Diese Entwicklung hat Auswirkungen auf die Versanddienstleister: Immer mehr Anbieter haben die taggleiche Zustellung mittlerweile eingestellt.

Klimafreundliche Logistik: Stärken der Digitalisierung nutzen

Doch was bedeutet diese Entwicklung für E-Tailer und wie können die Kundenwünsche erfüllt werden? Ein wichtiger Schritt, um den Anforderungen der Kunden gerecht zu werden, ist eine klimafreundliche Logistik. Ein zentraler Ansprechpartner wie Seven Senders für alle Fragen rund um Versand, Carrier Management und die Datenanalyse kann effektiv dabei Unterstützung leisten, Lieferprozesse umweltfreundlich zu gestalten. In seinem Netzwerk mit mehr als 100 Versandpartnern in ganz Europa achtet der Delivery-Spezialist darauf, möglichst mit Carriern zusammenzuarbeiten, die bereits e-mobil unterwegs sind. Zudem werden die Stärken der Digitalisierung gezielt eingesetzt: Das zentrale Analysetool der Delivery-Plattform sammelt alle Daten rund um den Cross-Border-Versand. Sie werden mithilfe von intelligenten Algorithmen ausgewertet und genutzt, um Sendungen zusammenzulegen und dadurch Leerfahrten zu vermeiden. So können Lieferungen klimafreundlicher gestaltet werden. Eine weitere Option für E-Tailer, ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit zu erhöhen: mit sogenannten Pick-up Points die Zustellraten erhöhen. So können unnötige Fahrten verhindert und CO2-Emissionen reduziert werden. ■

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* Dr. Thorben Seiler ist Chief Operating Officer bei der Seven Senders GmbH in 10435 Berlin, Tel. +49 30 68908854, t.seiler@sevensenders.com

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