Logistikzentrum Neue Idee: Amazon als Untermieter?

Redakteur: Robert Weber

Logistikfläche ist begehrt und kostet Geld. Weshalb also nicht direkt vom Produktionsstandort die Küchenrolle oder die Windeln verschicken? Der Onlinehändler Amazon setzt das Konzept jetzt um und hat sich eigene Versandbereiche in den Logistikzentren von P&G eingerichtet.

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So kennen die Logistiker die Amazon-Lager. Doch das WSJ berichtet, dass sich Amazon auch direkt bei den Herstellern "einnistet".
So kennen die Logistiker die Amazon-Lager. Doch das WSJ berichtet, dass sich Amazon auch direkt bei den Herstellern "einnistet".
(Bild: Amazon)

Das englischsprachige Wall Street Journal berichtet, dass Amazon in den USA, Japan und Deutschland bereits direkt vom Lagerstandort von P&G aus die Waren versendet. Amazon-Mitarbeiter würden die Sachen vor Ort verpacken, labeln und dann verschicken, heißt es in dem Bericht. Der Versandhändler will damit die Bestellungen von FMCG erhöhen. Toilettenpapier, Shampoo und Pampers kommen also direkt von den P&G-Lagerstandorten. Der Logistikprozesse ist einfach gehalten. Die Lageristen von P&G packen die Produkte auf Paletten und fahren diese dann zu einem abgetrennten Bereich im Logistikzentrum, wo Amazon-Mitarbeiter die Pakete vorbereiten.

Auch P&G profitiert von dem Partner im Lager

Analysten haben berechnet, dass Amazon mit FMCG einen Zusatzumsatz von 10 Mrd. US-Dollar erwirtschaften könnte. Das Projekt, des geteilten Logistkzentrums, startete P&G bereits vor drei Jahren, so das Blatt. Man habe das Konzept weiterentwickelt und mittlerweile ist Amazon an sieben Distributionsstandorten von P&G „Untermieter“. Auch der Hersteller spart sich Kosten. Lkw-Verkehre zu Amazon-Lagern gehören der Vergangenheit an. Dazu kommt: P&G braucht kein eigenes Onlineshop-System aufsetzen und profitiert vom E-Commerce, schreiben die Autoren.

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