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Lagerlogistik Neue Logistikabläufe ersparen Neckermann mehr als 1 Mio. Euro jährlich

| Redakteur: Claudia Otto

Für die seit 15 Jahren genutzte Sortieranlage im Logistikzentrum von Neckermann B.V. im holländischen Hulst hat das Software- und Beratungsunternehmen Ehrhardt + Partner ein alternatives Konzept erstellt. Nach Untersuchung der gesamten Logistikabläufe entwickelten die Warehouse-Experten eine völlig neue Pickstrategie auf Basis manueller Prozesse.

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Das Lagerführungssystem steuert mit Lichtzeichen die Verteilung der Waren auf die einzelnen Fächer. Bild: Erhardt + Partner
Das Lagerführungssystem steuert mit Lichtzeichen die Verteilung der Waren auf die einzelnen Fächer. Bild: Erhardt + Partner
( Archiv: Vogel Business Media )

Wie sich zeigte, waren diese der Automatisierung durch eine große Anlage überlegen. Voraussetzung war eine moderne Steuerung, die jederzeit die Komplexität aller Abläufe im Lager beherrscht und die effizienteste Lösung organisiert. Im Zentrum des flexiblen Systems steht eine intelligente Software: LFS, das Lagerführungssystem von Ehrhardt + Partner.

Sortieranlage durch Lagerführungssystem ersetzt

Die Ergebnisse waren so überzeugend, dass Neckermann entschied, auf eine Sortieranlage zu verzichten. Das neue Verfahren und die damit erzielten Werte wurden sogar zur Benchmark für die gesamte Modernisierung erklärt. Peter Bryssinck, Leiter Logistiksysteme bei Neckermann B.V., sagt: „Die Lösung für die Pickstrategie war der wichtigste Punkt für die definitive Entscheidung, nicht nur ein anderes System, sondern eine völlig neue Arbeitsweise einzuführen.“

Die Software berechnet pro Kommissioniervorgang 40 Aufträge, die im „Multi-Order-Picking“ mittels Handheld und Kommissionierwagen zusammengestellt werden. Ist alles komplett, begibt sich der Kommissionierer zum „intelligenten“ Sortierregal. Dabei steuert das Lagerführungssystem mit Lichtzeichen die Verteilung der Waren auf die einzelnen Fächer, denen je ein Auftrag zugeordnet ist („Put-to-Light“).

Navigationssystem fürs Lager geschaffen

Mit dem Scannen der Kundenrechnungen erfolgt eine Prüfung. Anschließend weist das System den soweit vollständigen Aufträgen Waren aus anderen Bereichen zu, das heißt hochwertige und großformatige Artikel. Die Bearbeitung der Retouren, im Textilbereich mit einem Drittel Rücksendungen sowie Varianten (Farbe und Größe) sehr aufwändig, wurde ebenfalls vereinfacht.

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