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Kombinierter Verkehr Neue Perspektiven für Schwaben und Baden-Württemberg

Die erste „rollende Landstraße“ (Rola) hat die Schweiz schon 1968 durchquert. Das Transportsystem steht für den begleiteten kombinierten Verkehr auf der Schiene beziehungsweise einen speziellen Zug, bei dem komplette Lastwagen oder Sattelzüge per Bahn befördert werden. Für Transportunternehmer aus Schwaben und Baden-Württemberg wird im Projekt Transalpine Transport Architects (Transitects) jetzt eine Rola von Landsberg nach Trento entwickelt.

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Bedingt durch geologische Gegebenheiten, wirkt der Alpenraum als Flaschenhals europäischer Verkehrskorridore. Deshalb müssen Alternativen zur Straße her, wie beispielsweise die „Rola“ zwischen Landsberg und Trento. Bild: LKZ Prien
Bedingt durch geologische Gegebenheiten, wirkt der Alpenraum als Flaschenhals europäischer Verkehrskorridore. Deshalb müssen Alternativen zur Straße her, wie beispielsweise die „Rola“ zwischen Landsberg und Trento. Bild: LKZ Prien
( Archiv: Vogel Business Media )

Sowohl die Schweiz als auch Österreich setzen die „Rollende Landstraße“ ein, um vor allem für das mittelständisch strukturierte Transportgewerbe eine Möglichkeit zu bieten, Verkehre von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Die Unternehmen fahren mit dem gesamten Lkw über eine Rampe auf einen Tragwagen und somit können circa 21 Lkw in einem Zug transportiert werden.

Die Fahrer können in der Zwischenzeit ihre Ruhezeiten in einem speziellen Liegewagen einhalten. In Österreich wurde im Jahre 2009 insgesamt 350.000 Lkw mit diesem System von der Straße auf die Schiene verlagert, wie die LKZ Prien GmbH angibt.

Langlaufende rollen Landstraße von Landsberg nach Trento

Für Österreich und die Schweiz hat die Rola aus umweltpolitischen Gründen eine hohe Bedeutung und wird daher auch durch verkehrspolitische Rahmenbedingungen, zum Beispiel höhere Gesamtgewichte oder Ausnahmen vom Sonntags- und Ferienfahrverbot, und durch erhebliche Subventionen unterstützt.

Das große europäische Projekt Transalpine Transport Architects (Transitects) hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, auch für Transportunternehmer aus Schwaben und Baden-Württemberg eine langlaufende rollende Landstraße von Landsberg nach Trento in Italien zu entwickeln. Nach umfangreichen Analysen wurde ein geeigneter Standort in Landsberg am Lech im Firmengelände des Unternehmens Ilim Timber gefunden. Auch in Trento wurde eine passende Infrastruktur gefunden. Trotz dieser Erfolge bestand noch Abstimmungsbedarf mit allen Beteiligten.

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