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Etikettieren Neuer EU-Pflanzenpass fordert die „grüne Branche“

| Autor / Redakteur: Vera Sebastian / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Seit dem 14. Dezember 2019 müssen europaweit alle zum Anpflanzen bestimmten Pflanzen mit dem EU-Pflanzenpass gekennzeichnet werden. Güse führt hierzu ein breites Sortiment an geeigneten Etiketten und Drucksystemen und bietet mit „EU-Pflanzenpass Online“ ein bedienerfreundliches Online-Tool an.

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Die Systemanforderungen der Software, die in mehreren Sprachen zur Verfügung steht, sind minimal – lediglich ein Internetzugang und ein passender Etikettendrucker werden benötigt.
Die Systemanforderungen der Software, die in mehreren Sprachen zur Verfügung steht, sind minimal – lediglich ein Internetzugang und ein passender Etikettendrucker werden benötigt.
(Bild: Güse)

Der Pflanzenpass zur lückenlosen Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten Lieferkette darf nur ausgestellt werden, wenn die betreffende Pflanze frei von Unionsquarantäneschädlingen, geregelten Nichtquarantäneschädlingen sowie neuen Schadorganismen ist.

Bei dem EU-Pflanzenpass handelt es sich um ein amtliches Etikett mit standardisiertem Layout und exakt definierten Angaben. Diese umfassen neben der deutschen und englischen Bezeichnung für Pflanzenpass sowie der Flagge der Union alle relevanten Daten zu Produkt und Rückverfolgbarkeit. Im Wesentlichen sind dies der botanische Name der Pflanzengattung sowie Ursprungsländercode, Registriernummer des Unternehmens und Rückverfolgungscode der jeweiligen Pflanze. Der Pflanzenpass muss dabei stets direkt an der Handelseinheit – getrennt von anderen Informationen – gut sichtbar und unveränderbar angebracht sein.

Relevant ist der Pflanzenpass insbesondere für den Produktionsbereich der „grünen Branche“. Denn ein Pflanzenpass wird im Unterschied zur bisherigen Regelung für den Handelsweg zwischen Unternehmen bis hin zum letzten Inverkehrbringer, nicht aber für den direkten Absatz an den Endnutzer für dessen Eigenbedarf gefordert.

Praktische Umsetzung der Verordnung

Zur Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben bietet die Güse GmbH den Kennzeichnungsverantwortlichen nun komfortable Komplettlösungen aus einer Hand. Kern des Angebots ist dabei ein breites Spektrum an geeigneten Klebe-, Steck- und Schlaufenetiketten namhafter Hersteller wie auch aus eigener Produktion. Je nach Bedarf sind diese mit dem korrekt platzierten und skalierten EU-Logo oder als Blankoetiketten erhältlich.

Der Pflanzenpass ist ein amtliches Etikett im Standardlayout, das alle relevanten Daten zu Produkt und Rückverfolgbarkeit umfasst.
Der Pflanzenpass ist ein amtliches Etikett im Standardlayout, das alle relevanten Daten zu Produkt und Rückverfolgbarkeit umfasst.
(Bild: Güse)

Mit wirtschaftlichen Thermotransfer-, Farblaser- und Farb-Tintenstrahldruckern in unterschiedlichen Leistungsklassen steht zudem die erforderliche Hardware für den bedarfsgerechten Etikettendruck im eigenen Unternehmen zur Verfügung. „Allerdings sind Pflanzenetiketten häufig für den Einsatz im Außenbereich gedacht − sie müssen in der Regel daher widerstandsfähig gegen Sonne, Wind und Regen und zudem auch zum Teil sehr langlebig sein. Für den Druck empfehlen wir deshalb meist das Thermotransferverfahren“, erklärt Andreas Ziegler, Geschäftsbereichsleiter bei Güse.

Neben angesehenen Marken wie Citizen, Oki und Epson führt Güse auch Drucker des renommierten taiwanesischen Herstellers TSC. Zu den bewährten Topsellern im Sortiment zählt neben der MH-Serie insbesondere der Thermotransferdrucker TTP-2410MT. Das auf Langlebigkeit ausgelegte, sehr robuste High-Performance-Modell bewältigt selbst große Druckauflagen von bis zu 5000 Etiketten am Tag mit stoischer Zuverlässigkeit. Die Druckauflösung beträgt 203 dpi, die Druckgeschwindigkeit bis zu 356 mm/s. TSCs innovative „Thermal Smart Control“ überwacht dabei die nötige Erhitzungsdauer der Pixel und stellt somit die gleichbleibend hohe Druckqualität bis zum letzten Etikett sicher.

Starke, hochflexible Drucklösung

Eine der herausragenden Eigenschaften des kompakten Kraftpaketes ist zudem seine hohe Flexibilität hinsichtlich unterschiedlichster Etikettenarten und Materialien. „Denn neben Quartier- und Schlaufenetiketten lassen sich dank integrierter Materialführung auch Stecketiketten von bis zu 350 µm Stärke und bis zu 120 mm Breite problemlos bedrucken. Somit kann der TTP-2410MT nicht nur für die Erstellung von Pflanzenpassetiketten, sondern generell für nahezu alle gängigen Druckaufgaben im Pflanzenhandel eingesetzt werden“, so Andreas Ziegler.

Die Bedienung gestaltet sich für den Anwender dank des übersichtlichen, farbigen 4,3“-Touchdisplays und sechs Menütasten spielend einfach. Auch Materialwechsel gelingen mit TSCs bewährtem „Schnellwechselsystem“ zügig. Die Technik unterstützt dabei Folienrollen mit einer Länge bis zu 600 m und Etikettenrollen mit einem Außendurchmesser von bis zu 208,3 mm (8,2"). Zahlreiche Schnittstellen wie USB 2.0, RS-232, Ethernet sowie WiFi- und Bluetooth-Optionen gewährleisten eine problemlose Einbindung in jede Arbeitsumgebung. ■

* Vera Sebastian ist Inhaberin des Redaktionsbüros Redakon in 80802 München, Tel. (0 89) 3 12 03 38 21, vera.sebastian@redakon.com

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