Hafenumschlag Neues Aushängeschild für Hamburg?

„Ein gutes Stück Hamburg“ nennt sich eine Kooperation zwischen AKF Siemers Hamburg und Lighthouse Logistics Consulting. Die beiden Unternehmen wollen die öffentliche Wahrnehmung des Hafenstandortes Hamburg als Containerhafen relativieren und das Projekt- und Schwergutgeschäft mit seinen spezifischen Eigenheiten als Teil des Stückgutumschlags stärker in den Vordergrund rücken.

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Um die Stückgutabwicklung im Hamburger Hafen zu stärken, setzen sich Verpacker und Logistiker an einen Tisch.
Um die Stückgutabwicklung im Hamburger Hafen zu stärken, setzen sich Verpacker und Logistiker an einen Tisch.
(Bild: AKF Siemers)

Egal ob Tourist oder alteingesessener Hanseat: Kein Betrachter kann sich der Faszination der großen Containerriesen entziehen, die sich tagtäglich mit ihrer Fracht die Elbe hinauf in den Hamburger Hafen schieben. In den meisten Containern befinden sich dabei so genannte Stückgüter, also Waren, die sich „am Stück“ transportieren lassen. Mit einem Containerisierungsgrad von 97 % ist Hamburg laut Hafen Hamburg Marketing (HHM) auf internationalem Spitzenniveau und vielleicht rührt es daher, dass das Stückgut in der öffentlichen Wahrnehmung kaum eine Rolle spielt; der Hamburger Hafen ist weitläufig als Containerhafen bekannt.

An- und Abtransport großer Güter teilweise sehr schwierig

Marc Briese, Geschäftsführer der AKF Siemers Hamburg GmbH, bedauert dies: „Den meisten Laien ist, wenn sie ein imposantes Containerschiff sehen, nicht bewusst, wie schwer der An- und Abtransport der zum Teil sehr großen Güter ist, egal ob in den Containern oder separat verpackt.“

An dieser Stelle sieht Briese dann auch Verbesserungsbedarf im Hamburger Hafen: „Wir bei AKF sind spezialisiert auf beanspruchungsgerechte Verpackungen von Stückgut, zum Teil für sehr große Maschinen und Anlagen. Deswegen liegt uns das Thema Stückgut so am Herzen. Tatsächlich erfordert bereits der An- und Abtransport von sehr großen Waren besondere infrastrukturelle Voraussetzungen, die in der Metropolregion Hamburg nicht immer optimal gegeben sind.“

Hafen und Umland müssen im Wettbewerb bestehen können

Auch Hergen Tantzen, Geschäftsführer der Logistikberaterung Lighthouse Logistics Consulting (LLC), sieht den Verbesserungsbedarf an dieser Stelle: „Wir gehen davon aus, dass der Anteil der containerisierten Stückgutfracht aufgrund wachsender Nachfrage in den nächsten Jahren steigen wird. Dazu ist es wichtig, dass der Hamburger Hafen und das Umland wettbewerbsgerecht aufgestellt sind.“ Die unabhängigen Logistikberater hören von ihren Klienten immer wieder von Schwierigkeiten mit der Tragfähigkeit und Belastbarkeit von Brücken und Straßen, die den schweren oder sperrigen Gütern nicht standhalten.

Erfahrungen, die man auch bei der AKF-Siemers-Gruppe macht. Gerade vor dem Hintergrund der Konkurrenz zum derzeit entstehenden Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven fordern die Hamburger Logistikexperten daher ein zweites, neues Aushängeschild für den Hafen. Dazu Tantzen: „Es ist gut, dass wir einen international bekannten Containerhafen haben. Aber vorstellbar wäre zum Beispiel auch die Positionierung als Hafen mit der besten Stückgutabwicklung in Europa.“

Interessenvertretung soll Partner ins Gespräch bringen

Um sich dafür zu engagieren, den Stückgutumschlag in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken, wollen Briese und Tantzen im von ihnen initiierten Pilot-Projekt „Ein gutes Stück Hamburg“ gemeinsame Wege gehen. Als verantwortungsvolle Führungskräfte und Mittelständler in Hamburg wollen sie eine Interessensvertretung organisieren und mit Partnern aus dem Mittelstand, der Wirtschaft, der Politik, der Verwaltung und Hafenvertretern ins Gespräch darüber eintreten.

AKF Siemers Hamburg punktet dabei mit der mehr als 125 Jahre währenden Erfahrung im Bereich Verpackung; LLC besticht durch unabhängige Expertise und gute Analysefähigkeiten der Logistikbranche, wie die Unternehmen in einer gemeinsamen Presseerklärung verlauten lassen.

Metropolregion Hamburg zukunftsfähig machen

Ziel der Initiative ist es laut Briese und Tantzen, den Logistikstandort Hamburg in einem vernachlässigten Bereich in diesem Segment zu stärken und so die Metropolregion Hamburg dauerhaft zukunftsfähiger zu machen. Um bestmöglich agieren zu können, ist man jetzt eine in dieser Form für beide Firmen nie dagewesene Kooperation eingegangen und sucht weitere Mitstreiter aus der Branche. Wer Interesse hat, bei der Initiative „Ein gutes Stück Hamburg“ mitzuwirken oder wer weitere Informationen wünscht, meldet sich beim gemeinsamen Pressereferenten Rafael Pilsczek telefonisch unter (01 70) 3 10 79 72.

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