Kommissioniertechnik Neues Förder- und Sortersystem von SSI

Die „Fulfilment Factory“ von SSI Schäfer, die das Unternehmen auf der Hannover-Messe 2012 präsentieren wird, ist ein neues Fördertechnik- und Sortersystem, bei dessen Einsatz die intralogistischen Prozesse der B2B- und der B2C-Bearbeitung in einer Anlagenkonzeption verschmelzen.

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Die Fulfilment Factory von SSI Schäfer ist ein neues Fördertechnik- und Sortersystem, das die B2B- und B2C-Bearbeitung von Intralogistikprozessen verschmelzen lässt. (Bild: SSI Schäfer)
Die Fulfilment Factory von SSI Schäfer ist ein neues Fördertechnik- und Sortersystem, das die B2B- und B2C-Bearbeitung von Intralogistikprozessen verschmelzen lässt. (Bild: SSI Schäfer)

Mit dem Fulfilment-Factory-Konzept präsentiert SSI Schäfer einen vollkommen neuen Produktbaukasten zur kombinierten Auftragsfertigung für verschiedene Vertriebswege. Die neu entwickelte und bereits zum Patent angemeldete Einzelproduktförderer- und Sortertechnik ist auf die Verschmelzung der Intralogistik für Endkundenbelieferung (B2C) sowie das Filial- und Großhandelsgeschäft (B2B) in einem integrierten Bearbeitungsprozess ausgerichtet.

Dabei lässt sich die Fulfilment Factory im Hinblick auf das Artikelspektrum, die Ausbringungsmenge, die Verteilung auf unterschiedliche Vertriebswege sowie Anzahl und Struktur der Kommissionieraufträge branchenübergreifend flexibel an die logistischen Anforderungen der Anwender zuschneiden.

Weitere Besonderheit: Die Neuentwicklung ermöglicht es erstmals, Batch-Picking, Produktsortierung und Auftragszusammenführung nach dem Prinzip Ware-zum-Mann wirtschaftlich attraktiv miteinander zu kombinieren.

Fulfilment Factory optimiert den Warenabsatz

Die Fulfilment Factory ist ein Modulbaukasten bestehend aus Lager, ergonomisch und logistisch optimierter Batch-Kommissionierung, einem völlig neuen Fördertechnikbaukasten für platzsparende und effiziente Pufferung und Sortierung der Artikel eines Batch, Arbeitsplätze für den integrierten Prozess von Auftragszuordnung und Packen sowie eine Versandanbindung, optional inklusive Versandpuffer. Hersteller und Händler optimieren damit ihren Warenabsatz durch den stetigen Ausbau unterschiedlicher Vertriebswege.

Immer häufiger haben die Kunden die Wahl, ob sie einen Artikel im Filialgeschäft oder per Versand erwerben. Zum einen ist dies eine große Herausforderung für die Distributionszentren, denn die logistischen Anforderungen und Merkmale von Endkundenbelieferung und Filial- beziehungsweise Großhandelsgeschäft unterscheiden sich sehr: periodische Lieferungszyklen, 20 bis 500 Auftragszeilen mit bis zu 100 Artikeln pro Zeile sowie eine überschaubare Zahl an Lieferadressen beim B2B-Geschäft.

Schnelle, kurzfristige Ad-hoc-Lieferungen kleinerer Bestellungen im einstelligen Bereich der Auftragszeilen mit jeweils bis zu fünf bestellten Artikeln sind kennzeichnend für den B2C-Bereich. Zum anderen sind Verteilung und Wachstum zwischen den verschiedenen Vertriebswegen immer schwerer zu planen und stellen deshalb sehr große Anforderungen an die Flexibilität der Distribution.

Einzelprodukte und Mengen auf einer Anlage bewegen

Bislang bedeutete die gleichzeitige Bearbeitung derartiger Aufträge starke Einschränkungen bei der Ressourceneffizienz: getrennte Lagerorte oder Kommissionierbereiche für die jeweiligen Vertriebskanäle und Kompromisse bei der Prozesseffizienz. Mit der Fulfilment Factory stellt SSI Schäfer nun ein integrales, gleichwohl modular konzipiertes System vor, das hohe Effizienz mit „bisher unerreichter“ Flexibilität verbindet, wie das Unternehmen angibt.

Durch die Verwendung standardisierter Systemkomponenten und eines speziellen Trägersystems ermöglicht die Neuentwicklung die Förderung sowohl von Einzelprodukten als auch Artikelmengen in einer integralen Anlagentechnik. Darüber hinaus ist die Konzeption der Fulfilment Factory optimal für die Prozesse der Retourenbearbeitung geeignet, die in zahlreichen Bereichen der Distributionslogistik inzwischen zu den Kernaufgaben zählen.

Batch-Kommissionierung in Verbindung mit einer Sortierung auf Einzelstückebene ist die effizienteste und zugleich flexibelste Art, ein Warenverteillager zu betreiben. Die dafür nötige Anlagentechnik ist bisher so komplex und teuer, dass eine wirtschaftliche Umsetzung nicht möglich war.

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