Software

Neun Schritte zum erfolgreichen ERP-Projekt

| Autor / Redakteur: Marcus Martenstein / Robert Weber

Kabelsalat vermeiden: ERP-Software soll Prozesse übersichtlicher gestalten und verschlanken. Doch ein erfolgreiches Projekt muss mehrere Phasen durchlaufen.
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Kabelsalat vermeiden: ERP-Software soll Prozesse übersichtlicher gestalten und verschlanken. Doch ein erfolgreiches Projekt muss mehrere Phasen durchlaufen. (Bild: iStockphoto/Felix Alim)

Enterprise-Resource-Planning-Programme müssen viel können: Verbesserungen messen, Prozesse standardisieren und Zusammenarbeit fördern. Nicht immer gelingt das einwandfrei. Neun Handlungsempfehlungen helfen, schon bei der Planung von ERP-Projekten den Weg zu den Best in Class zu ebnen.

Kosten reduzieren, Geschäftsabläufe vereinfachen, Antwortzeiten verkürzen und Wachstum fördern – diese Aspekte beeinflussen zentral die Enterprise-Resource-Planning-Strategien (ERP) von Fertigungsunternehmen, so Kevin Prouty, Research Director, Enterprise Applications bei der Aberdeen Group in der Studie „Changing Perceptions on ERP Strategy“. Die Studie zeigt auch, dass die Leistungsfähigkeit von Unternehmen ohne ERP grundsätzlich unter dem Industriedurchschnitt liegt. Angesichts der durch ERP erzielbaren Verbesserungen kommt Aberdeen zu dem Schluss, dass selbst eine unzureichende ERP-Implementierung noch besser ist als gar keine.

Nach 15 Jahren ERP mangelt es an Integrationsfähigkeit

Werden nur Unternehmen mit ERP betrachtet, zeigen sich die Besonderheiten der „Best in Class“ deutlich: Sie erfassen und quantifizieren kontinuierlich die Verbesserungen durch ERP, setzen auf unternehmensweit standardisierte Prozesse und erkennen die Vorteile interner, abteilungsübergreifender Zusammenarbeit. Wichtig ist laut Aberdeen zudem, dass das Unternehmensmanagement ERP-Projekte über die Implementierungsphase hinaus unterstützt.

Allerdings erfordert ERP auch ein gewisses Maß an Pflege und muss kontinuierlich an aktuelle Geschäftsanforderungen angepasst werden. Der sogenannte Sweet Spot, der Zeitraum der optimalen Leistungsfähigkeit, beginnt laut Aberdeen bei ERP-Lösungen zwei Jahre nach der Implementierung und fällt nach sieben Jahren ab.

Nach dieser Zeit beginnen Software-Infrastrukturen und auch Hardware zu veralten, obgleich die Anwender mit der Lösung noch sehr zufrieden sind. Nach 15 Jahren mangelt es der Software dann deutlich an Integrationsfähigkeit und zeitgemäßer Programmierung, es fehlen Funktionsmodule und Support.

Neun Tipps für ein erfolgreiches ERP-System

Aus der Projektpraxis haben sich neun Handlungsempfehlungen entwickelt, die Unternehmen berücksichtigen sollten. Denn bereits hier entscheidet sich, ob ein ERP-Projekt erfolgreich und wirtschaftlich gestaltet werden kann.

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