Stählerner Klimaschutz Ökostrom-Bayern-Shuttle versorgt Autoindustrie klimafreundlich

Redakteur: Peter Königsreuther

DB Cargo nebst österreichischem Partner Cargoserv transportieren für den Stahlkonzern Voestalpine jährlich über eine halbe Million Tonnen Material – Stahl hin, Schrott zurück.

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Da rollt der neue Bayern-Shuttel der Deutschen Bahn AG mit schwerer Last. Er gilt als klimafreundliches Transportsystem, das die Verbindung zwischen dem österreichischen Linz und der bayerischen Automobilwelt schafft.
Da rollt der neue Bayern-Shuttel der Deutschen Bahn AG mit schwerer Last. Er gilt als klimafreundliches Transportsystem, das die Verbindung zwischen dem österreichischen Linz und der bayerischen Automobilwelt schafft.
(Bild: Deutsche Bahn AG/ U. Miethe)

Der neue Bayern-Shuttle von DB Cargo steht für eine umweltschonende Versorgung der bayerischen Automobilindustrie und ihrer Zulieferer, heißt es. Denn er pendle ohne CO2-Emission zwischen Linz und Bayern. Aus Österreich kommend, steuert er die Automobilbauer und deren Zulieferer in Bayern an. Fährt er in die Gegenrichtung, hat er den Schrott aus den Autowerken für das Stahlwerk in Linz dabei. Das stählerne Schienengefährt schone aber nicht nur die Umwelt, sondern auch die bayerisch-österreichischen Fernstraßen. Und man unterstütze den Bau umweltschonender Fahrzeuge in Bayern.

Rund 52 Lkw rollen nicht mehr auf den Straßen

Zusätzlich hat Voestalpine bei DB-Cargo CO2-freien Bahnstrom und Logistikketten bestellt, wie es weiter heißt. So würden die CO2-Emissionen, die etwa durch den Nachlauf per Lkw entstünden, durch den Einkauf von zusätzlichem „grünen“ Strom für das Bahnnetz kompensiert. Auch der Logistikpartner Cargoserv nutze nur den „grünen“ Strom auf dem österreichischen Streckenabschnitt. Im Vergleich zum Transport per Lkw sollen so rund 8.000 Tonnen CO2 im Jahr eingespart werden.

„Unser neuer Bayern-Shuttle ist nicht nur schnell, er ist auch flexibel. Denn er kann Produktionsschwankungen tagesgenau auffangen“, lobt Dr. Sigrid Nikutta, Vorstandsvorsitzende von DB Cargo, den neuen Express. Das komme den Industriekunden sehr entgegen.

Außerdem habe sich angesichts kurzfristiger Grenzschließungen insbesondere die Bahnlogistik als krisenfest und stabil erwiesen. Ein Güterzug, betont Nikutta, ersetzt immerhin 52 Lkw! Deshalb sei die Abfertigung von Zügen auch unter Corona-Bedingungen nie ein Problem.

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