Letzte Meile Österreich testet „Kofferraumlogistik“

Zusammen mit T-Systems und VW startet die Österreichische Post noch im Oktober 2015 einen ersten Feldtest zu einer völlig neuen Form der Zustellung: die „Kofferraumlogistik“.

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Noch im Oktober 2015 startet die Österreichische Post gemeinsam mit T-Systems und VW eine neue Zustellform: die Kofferraumlogistik.
Noch im Oktober 2015 startet die Österreichische Post gemeinsam mit T-Systems und VW eine neue Zustellform: die Kofferraumlogistik.
(Bild: Christian Houdek)

Bei der „Kofferraumlogistik“ erfolgt die Zustellung der Pakete in den Kofferraum der eigenen Autos der Kunden. Versandhändler und Logistiker seien mehr und mehr gefordert, das perfekte Einkaufserlebnis vom ersten Klick bis hin zur Auslieferung zu bieten, heißt es von Seiten der Österreichischen Post. „Als Post stellen wir uns dieser Herausforderung. Mit jährlich 74 Mio. zugestellter Pakete und einer Erstzustellungsquote von über 90 % beweisen wir nicht nur unsere Kundenkenntnis, sondern auch die hohe Qualität, mit der wir Tag für Tag für unsere Kundinnen und Kunden da sind“, betont DI Peter Umundum, Vorstand für Paket & Logistik bei der Österreichischen Post. Trotzdem seien die letzten Meter bis zum Kunden – die sogenannte „last mile“ – in der Paketzustellung die schwierigsten und teuersten. „Auf der letzten Meile haben wir in den vergangenen Jahren zahlreiche Innovationen umgesetzt. Mit der Post-App mit der praktischen Paketumleitung, der Abstellgenehmigung oder den Post-Empfangsboxen bauen wir komfortable Services für unsere Kunden stetig aus“, so Umundum.

Eigenes Fahrzeug wird Teil der Lieferkette

Da es insbesondere die zunehmende Mobilität ist, die den Kunden aus dem Haus führt, sei es naheliegend, das Auto als Fortbewegungsmittel in die logistischen Überlegungen einzubeziehen. Mit einer sogenannten „Kofferraumlogistik“, bei der sich die Empfänger ihre Pakete direkt ins Auto liefern lassen können, wird das Fahrzeug Teil der Logistikkette. Die dafür notwendige Informations- und Kommunikationstechnologie gibt es bereits: GPS, Internet, Smartphone sowie sicheres mobiles Identity- und Access-Management. „Die regulären Lieferzeiten passen immer weniger zu unserem Lebensrhythmus. Die Freude am Kauf wandelt sich in Frust, wenn Kunden den Paketen hinterherlaufen müssen. Die von uns entwickelte Kofferraumlogistik-Lösung soll für positive Zustellerfahrungen der Kunden sorgen“, so Dirk Lukaschik, Geschäftsführer von T-Systems in Österreich.

Für den Testlauf stellt VW drei Autos zur Verfügung. „Wir freuen uns gemeinsam mit T-Systems und der Österreichischen Post AG dieses innovative Projekt starten zu können und so unsere langjährige und partnerschaftliche Zusammenarbeit für einen neuen und gemeinsam erbrachten Kundennutzen fortzusetzen. Für den ersten echten Praxistest stellen wir daher auch sehr gerne das beliebteste Auto der Österreicher, den Volkswagen Golf und unseren Kompakt-SUV, den VW Tiguan zur Verfügung“, so Wilfried Weitgasser, Geschäftsführer Porsche Austria.

Nur der autorisierte Zusteller kann Auto öffnen

Der Pilot zur Kofferraumlogistik funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Bereits bei der Online-Bestellung geben die Testkunden als Zusatzinfo „Kofferraumzustellung“ an. Am Tag der Auslieferung kann der Zusteller mittels App die genaue Position des Fahrzeuges orten und durch ein hochsicheres Identifikations- und Berechtigungssystem von T-Systems den Kofferraum entriegeln und die Sendung direkt in das entsprechende VW-Testfahrzeug einlegen. Die mobile Identity- und Access-Lösung stellt dabei sicher, dass nur der autorisierte Zusteller das Auto öffnen kann. Der Zustellprozess inklusive Öffnen und Schließen des Kofferraums wird dabei protokolliert. Empfänger werden per E-Mail, SMS oder App informiert, sobald das Paket in den Kofferraum gelegt wurde.

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