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Schienengüterverkehr Österreicher stoppen Logistikprojekt

| Redakteur: Robert Weber

Die österreichische Regierung hat ein Finanzierungsproblem und deshalb einen Vertragstermin mit Deutschland für den Brenner-Basistunnel abgesagt. Die Schuldenbremse im Nachbarland fordert einen logistischen Tribut.

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Der Rangierbahnhof München Nord ist ein wichtiger Zugknotenpunkt. Ob die Züge schon ab 2025 durch den Brenner-Basistunnel rauschen, ist offen. (Bild: Deutsche Bahn/ Uwe Miethe)
Der Rangierbahnhof München Nord ist ein wichtiger Zugknotenpunkt. Ob die Züge schon ab 2025 durch den Brenner-Basistunnel rauschen, ist offen. (Bild: Deutsche Bahn/ Uwe Miethe)

Der Vertrag sah eine gemeinsame Planung von Zulaufstrecken zum Basistunnel vor, berichtet der Bayerische Rundfunk. Als Grund für die Absage werden Haushaltseinsparungen in Wien genannt, berichten Medien.

Der Basistunnel sollte ursprünglich ab 2025 den Alpentransit um 400 Züge pro Tag entlasten. Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil hofft im Gespräch mit dem Bayerischen Fernsehen weiterhin auf eine Fertigstellung des Tunnels bis 2025. Die Österreicher rechnen mittlerweile mit 2032.

Kein Tunnel zwischen München und Kiefersfelden

Die deutsche Seite bekenne sich weiterhin zum Projekt und die Zulaufstrecken, heißt es aus dem Bundesverkehrsministerium. Verkehrsminister Ramsauer will die Zulaufstrecken im Einklang mit den Bürgerinteressen verwirklichen, berichtet der Bayerische Rundfunk.

Die Ministeriellen planen auf der Bahnstrecke zwischen München und Kiefersfelden einen vierspurigen Ausbau. Für eine Untertunnelung, wie es einige Anliegergemeinden angeregt hatten, fehle allerdings das Geld.

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