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Containerschifffahrt Oh, wie teuer ist Panama? Bauarbeiten am Kanal ruhen

| Redakteur: Robert Weber

Das europäische Baukonsortium GUPC und die Kanalbehörde von Panama streiten ums Geld. Jetzt stellen die Bauarbeiter ihre Arbeit ein. Das Projekt des Ausbaus stehe am Rand des Scheiterns, heißt es in einer Pressemitteilung.

(Bild: GUPC)

Dabei sind schon 70 % der Erweiterung- und Ausbauarbeiten abgeschlossen. Auftraggeber und Nehmer streiten über eine Kostenüberschreitung von 1,6 Mrd. US-Dollar. Die staatliche Kanalbehörde und GUPC hatten seit Wochen Verhandlungen über die Kosten geführt. Diese sind am Dienstag allerdings abgebrochen worden. In einer Pressemitteilung des europäischen Baukonsortiums heißt es: Der Stopp des Ausbaus bringe 10.000 Arbeitsplätze in Gefahr. Durch den Ausbau des Kanals kann Panama seine Mauteinahmen pro Jahr vervierfachen (4 Mrd. US-Dollar ab 2015).

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Schiedsgericht muss wohl entscheiden

Die Kanalbehörde forderte die Unternehmen auf, ihre Arbeit wieder aufzunehmen, berichtet das Wall Street Journal. Für das Projekt wurden etwas mehr als drei Mrd. US-Dollar veranschlagt. Kostenintensiv sind vor allem die Schleusen. Die Zeitung berichtet, dass in der Schifffahrtsbranche schon 2007 die geplante Summe als zu niedrig angesehen wurde. Das Wall Street Journal zitiert eine US-Depesche, in der es heißt, dass GUPC mit den 3,1 Mrd. US-Dollar nicht einmal „den Zement gießen“ könne. Ein US-Unternehmen hatte sich ebenfalls um das Bauprojekt beworben.

Jetzt muss wohl ein internationales Schiedsgericht entscheiden, heißt es in der GUPC Presseerklärung.

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