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Infrastruktur Oliven, Feta und Logistikzentren?

Redakteur: Robert Weber

Griechenland sucht einen Ausweg aus der Krise. Die Logistik soll es richten. Politiker und Fachleute von der Weltbank setzen auf den Sektor. Die Branche soll gefördert, neu organisiert und reguliert werden. Das Ziel: Griechenland will Drehscheibe für den Balkan werden.

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Hier sollen in Zukunft HP-Produkte für den europäischen Markt anlanden: der Hafen von Piräus.
Hier sollen in Zukunft HP-Produkte für den europäischen Markt anlanden: der Hafen von Piräus.
(Bild: Nikolaos Diakidis unter CC BY-SA 3.0-Lizenz, commons.wikimedia.org)

Dabei vertrauen die Helenen auch auf ausländische Logistikexperten, schreibt die griechische Zeitung „Euro2Day“ in einem Bericht. Ein Team von Experten der Weltbank würde den Griechen unter anderem „best practice“ - Logistiklösungen präsentieren, heißt es. Im zuständigen Ministerium für Entwicklung, Wettbewerbsfähigkeit, Infrastruktur, Verkehr und Netzwerke haben die Verantwortlichen den Zusammenhang von wirtschaftlicher Prosperität und einer effiziente Logistik erkannt, berichtet das Blatt. Das Hauptziel sei es, die Probleme in den Lieferketten zu erfassen und auszuwerten, um dann eine neue Organisation und Regulierung der Branche durchzusetzen. Schwierigkeiten bei der Aus- und Weiterbildung, beim Aufbau von Kapazitäten und der Produktion sollen beseitigt werden, so der Plan.

Türken ziehen vorbei

Das Ziel der Politiker ist es, Griechenland zur Logistikdrehscheibe für den Balkan zu entwickeln. Dabei zielen wollen die Griechen nicht nur ihren traditionell starken Seefrachtverkehr in den Mittelpunkt rücken, sondern sie denken auch über die Stärkung der Schieneninfrastruktur nach, schreibt die Zeitung. Jüngstes Beispiel: Der Schienenanschluss des Hafens von Piräus. Ein weiteres Problem: Fehlende Frachtzentren, heißt es. Doch es gibt auch schon gute Nachrichten. Der Hafen von Piräus zieht Unternehmen an. HP entschied sich Ende letzten Jahres, seine Logistik nach Griechenland zu verlagern (MM Logistik berichtete).

In Athen sind die Logistiker besorgt, denn der aufstrebende Nachbar Türkei zieht mittlerweile in Standort-Rankings auch in den Themenbereichen Verkehrsinfrastruktur, Netzwerke und Logistik an Griechenland vorbei.

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