Waagen Optosensoren für einfaches bis schwierigstes Umfeld

Autor / Redakteur: Sven Peters / Alexander Strutzke

Das Wiegen ist seit dem Altertum ein bedeutendes Messverfahren. Nutzte man früher einfache Balken- oder Federwaagen, so fordern Gesetzgeber und Industrie heute weit mehr. Präzision allein reicht oft nicht aus, man denke beispielsweise an die Lebensmittelindustrie und die vorgeschriebenen Reinigungsprozeduren. Robust und präzise heißt die Devise.

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Omrons E3ZM-Sensoren aus Edelstahl für Extrembedingungen arbeiten auch unter Hochdruck zuverlässig.Bild: Omron
Omrons E3ZM-Sensoren aus Edelstahl für Extrembedingungen arbeiten auch unter Hochdruck zuverlässig.Bild: Omron
( Archiv: Vogel Business Media )

Werden Waagen in Automatisierungslinien eingebunden, erkennen optische Sensoren ob, wann und was zur oder von der Waage unterwegs ist. Eine umfangreiche Sensorfamilie erlaubt nun, die von den Umgebungsbedingungen geforderten Ansprüche gezielt und preiswert abzudecken, sowohl mit einfachen Sensoren als auch mit IP69K-tauglichen Ausführungen.

Langzeitstabile Waagen erfordern viel Know-how

Wiegen ist eine Wissenschaft für sich. Der eigentliche physikalische Vorgang der Massenbestimmung erfordert viel Know-how, soll die Waage zuverlässig, langzeitstabil und schnell arbeiten. Hinzu kommen die spezifischen Anforderungen der Automatisierungstechnik, sprich einfache Einbindung in bestehende Abfüll- oder Fertigungslinien. Als dritter Faktor sind noch die oft sehr speziellen Umgebungsbedingungen in der Anwendungspraxis zu beachten.

Bildergalerie

Mettler-Toledo Garvens in Giesen bei Hannover, ein Spezialist für alles, was zu wiegen ist, bietet dafür unter anderem dynamische Kontrollwaagen an (Bild 1 – siehe Bildergalerie). Für deren Ansteuerung, die speziellen Anforderungen in der Lebensmittel-, Pharma- und Chemie-Branche gerecht werden muss, setzt der Hersteller dabei auf die besonders robusten Sensoren aus der E3Z-Familie des Sensorexperten Omron. Diese Serie überzeugt durch ihre kompakte Bauform, ihr großes Sensor-Spektrum und die hohe Schutzart.

Sauberkeit und Hygiene haben bei Lebensmitteln und Pharmaprodukten erste Priorität. Daher gibt es in diesen Bereichen unter anderem folgende Vorschriften zu beachten:

  • Die Fertigpackungsverordnung (FPVO) regelt alle Belange von Produkten in Fertigpackungen bis derzeit 10 kg Füllgewicht.
  • Das Eichgesetz fordert dabei unter anderem: „Der Mittelwert der Füllmenge aller Fertigpackungen darf zum Zeitpunkt der Herstellung die Nennfüllmenge nicht unterschreiten und die festgelegte Minusabweichung nicht überschreiten.“
  • Der International Food Standard (IFS) dient der Überprüfung und Zertifizierung von Systemen zum Sicherstellen der Lebensmittelsicherheit und der Qualität bei der Produktion von Lebensmitteln. Der IFS baut auf der Qualitätsmanagementnorm ISO 9001:2000 auf, enthält aber zusätzlich die Grundsätze der guten Herstellungspraxis (Reinigung, Desinfektion, Schädlingsbekämpfung, Wartung, Instandhaltung und Schulung) und HACCP.
  • Das HACCP-Konzept, deutsch: Gefährdungsanalyse und kritische Lenkungspunkte, ist ein vorbeugendes System, das die Sicherheit von Lebensmitteln für Verbraucher gewährleisten soll (Bild 2).

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