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Logistikforschung Pampers auf dem Main?

| Redakteur: Robert Weber

Procter & Gamble und die Kühne Logistics University (KLU) wollen in einem Projekt intelligente Alternativen zum Lkw-Transport entwicklen. Dafür richten die Partner nun an der KLU gemeinsam eine vierjährige Doktorandenstelle für die Erforschung des synchromodalen Verkehrs ein.

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Pampers auf dem Main? Viellicht schippern in Würzburg bald Binnenschiffe mit Windeln vorbei,
Pampers auf dem Main? Viellicht schippern in Würzburg bald Binnenschiffe mit Windeln vorbei,
(Bild: Joergsam unter CC BY-SA 3.0 GNU Lizenz, wikipedia)

Beim synchromodalen Verkehr wird jedes Produkt mit dem Verkehrsträger transportiert, der die Anforderungen bezüglich Kosten, Qualität und Nachhaltigkeit am besten erfüllt. Ein Wechsel zwischen den Verkehrsträgern Lkw, Zug oder Binnenschiff kann dann entsprechend Verfügbarkeit und Lagerbestandssituation durchgeführt werden. Lieven Deketele, Senior Engineer Supply Chain Research am Procter & Gamble Institut Supply Network Innovation Center (SNIC), erläutert: „Seit 2008 konnte P&G 30 % seiner Transporte in Westeuropa von der Straße auf nachhaltigere Verkehrsträger wie Schiene und Wasserwege verlagern. Am SNIC erforschen wir, wie die Zukunft des nachhaltigen Transports aussehen kann. Wir überdenken die aktuelle Lieferkette und erkunden, welche Möglichkeiten neue Konzepte wie Synchromodalität bieten können. Die KLU verfügt über einen einzigartigen Schwerpunkt in den Bereichen Logistik und Supply-Chain, und ihre Forschungsexpertise beim Transport- und Bestandsmanagement ist weltweit anerkannt. Von daher ist die KLU der ideale Ort, um dieses wichtige Thema gemeinsam zu erforschen.“

Pampers auf Schiff?

Momentan werden Konsumgüter in der Regel per Lkw transportiert – selbst bei Strecken über mehrere tausend Kilometer quer durch Europa. Durch die bessere Planung der gesamten Lieferkette könnten Unternehmen von alternativen Verkehrsträgern profitieren.

Für Produkte mit regelmäßigem Produktstrom sind langsamere Verkehrsträger gut geeignet, während für Produkte mit schwankender Nachfrage reaktionsschnellere Logistikansätze erforderlich sind. Durch die Verlagerung von Produkten von Lkw auf Schiene oder Wasserwege lassen sich die Kosten minimieren und die Emissionen deutlich reduzieren.

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