Dakosy Papierloser Hafen wird Realität

Vor 27 Jahren startete der IT-Dienstleister Dakosy seine Aktivitäten, die inzwischen weit über das traditionelle Hafengeschäft hinaus reichen. Die Services werden weltweit von über 1800 Unternehmen nachgefragt, über 100 Mio. Datensätze monatlich über die Rechenzentren ausgetauscht.

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Die ursprüngliche Zielsetzung, den Hamburger Hafen zu einem „Paperless Port“ zu entwickeln, wurde jedoch beibehalten. Daher zählt der Hafen auch heute noch zu den wichtigsten Tätigkeitsfeldern von Dakosy. Der technologische Entwicklungsprozess — insbesondere im E-Business — ist in den vergangenen Jahren enorm vorangeschritten. Die Anbindung an Dakosy und damit die Teilnahme am E-Business ist heute — unabhängig von Unternehmensgröße und -standort — für jedes Unternehmen leicht und kostengünstig zu realisieren.

IT wird für Effizienz des Hafens wichtig

Gleichzeitig ist in den letzten Jahren der Hafenumschlag enorm gestiegen. Auch wenn sich die Situation aktuell konjunkturbedingt entspannt hat, wird weiteres Umschlagwachstum eine noch effizientere Nutzung der vorhandenen Infrastruktur erfordern. Auch hier kommt dem Einsatz der IT eine Schlüsselrolle zu, denn nur wenn die Information frühzeitig den Beteiligten zur Verfügung gestellt wird, ist ressourcenoptimierte Planung möglich.

Die exportseitigen Transportprozesse werden bereits seit Jahren nahezu vollständig durch Dakosy unterstützt. Zu den bekannten Services zählen Zapp für die elektronische Ausfuhrgestellung, Zodiak für die Zollabwicklung mit Atlas, Gegis, das Gefahrgutinformationssystem der Hamburger Wasserschutzpolizei für die elektronische Gefahrgutanmeldung, der Hafendatensatz (HDS) beziehungsweise die German Post Order (GPO) für die Anmeldung beim Terminal oder auch die elektronische Verarbeitung des Bill of Lading.

Dakosy will Importprozesse stärker unterstützen

Die Importprozesse werden künftig ebenfalls noch umfangreicher unterstützt werden: Bereits seit 2004 arbeitet eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Hafenwirtschaft unter Federführung der Dakosy AG an der Umsetzung der Import Message Platform (IMP). Mit der IMP entsteht eine intelligente elektronische Plattform, die den Informationsfluss in der Importabwicklung von der Avisierung der Ware an das Terminal bis hin zur Beauftragung des Hinterlandtransports unter Einbeziehung aller Beteiligten (Carrier, Terminals, Spediteure, Transporteure und Behörden) optimieren wird.

Die IMP legt den Schwerpunkt darauf, dass in Verbindung mit der „Verfügung“ und dem „Manifest“ eine Datenbasis entsteht, aus der die weiteren logistischen und behördlichen Anforderungen weitgehend automatisch erfüllt werden können. Alle Informationen, die während des Prozesses gesammelt werden, wie die Positionsdaten des Schiffes und Statusinformationen der Terminals und Behörden, optimieren die Datenbasis und bilden die Grundlage für einen reibungslosen Hinterlandtransport und einen schnellen Abschluss des Transportprozesses.

Import-Softwareplattform steht für neuen Zollkodex bereit

Erste Funktionalitäten der IMP werden bereits Mitte 2009 in die Pilotierung gehen und damit allen Beteiligten spätestens Ende 2010 rechtzeitig vor Inkrafttreten des neuen Zollkodexes zur Verfügung stehen.

Die Vision wird Realität: Der „Paperless Port“ rückt in greifbare Nähe. Seine Realisierung stellt für Hamburg einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil dar, der dazu beitragen kann, dass der Hafen seine exzellente Stellung im internationalen Wettbewerb behaupten wird.

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