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Flurförderzeuge Pilot für E-Mobilität im Staplerservice

Linde Material Handling startet die Felderprobung des auf der World of Material Handling (WOMH) 2014 erstmals vorgestellten Linde-E-Service-Vans. Die Elektrofahrzeuge fahren im Ruhrgebiet, in Bremen und in London.

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Ein E-Service-Van im Feldversuch ist bei der Willenbrock Fördertechnik GmbH in Bremen im Einsatz.
Ein E-Service-Van im Feldversuch ist bei der Willenbrock Fördertechnik GmbH in Bremen im Einsatz.
(Bild: Linde-MH)

Das vollständig ausgestattete Servicefahrzeug auf Basis des Fiat Ducato wurde mit Antriebskomponenten aus Linde-Elektrogabelstaplern umgerüstet und soll künftig von der Linde-Service-Organisation in Großstädten und Ballungszentren eingesetzt werden, um zur Emissionsreduzierung in dichtbesiedelten Gebieten beizutragen. Zudem können mit dem Elektrofahrzeug Wartungs- und Reparaturaufträge auch bei luftverschmutzungsbedingten Fahrbeschränkungen durchgeführt werden. Wissenschaftlich begleitet wird der Feldtest vom Lehrstuhl Engineering Design & Mechatronic Systems der Hochschule für angewandte Wissenschaften München. Ziel ist, Einsatztauglichkeit und Fahrerakzeptanz zu prüfen, Einsatzmöglichkeiten und -profile genauer zu definieren sowie Potenziale für technische Weiterentwicklungen zu finden.

Wo können E-Service-Fahrzeuge effizient eingesetzt werden?

„Ersatzteilverfügbarkeit und Servicegeschwindigkeit sind die wesentlichen Treiber für Kundenzufriedenheit“, erklärt Massimilano Sammartano, Vice President Sales & Service Marketing & Operations bei Linde Material Handling. „Wir arbeiten ständig daran, unsere Serviceleistung zu verbessern und wenn unser Servicetechniker auch dann zum Kunden kommt, wenn alle Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor stehen bleiben müssen, steigert das die Kundenzufriedenheit erheblich.“ Dass die elektrisch angetriebenen Fahrzeuge vor Ort keine schädlichen Abgase und weniger Lärm erzeugen, ist nur ein Vorteil. „Kunden in verschiedenen Bereichen setzen auf unser Know-how, um ihre mobilen Arbeitsmaschinen oder Fahrzeuge zu elektrifizieren und damit umweltfreundlicher zu machen. Da ist es nur logisch, dass wir selbst auch diese Technologie nutzen, um unsere eigenen Prozesse nachhaltiger zu gestalten“, so Sammartano.

Die vier Fahrzeuge im Feldtest werden im Ruhrgebiet, in Bremen und London genutzt, um ein breites Spektrum möglicher Einsatzprofile abzudecken. Ein weiterer Service-Van ist für Probefahrten und Tests der Wissenschaftler der Hochschule und die ES&D-Ingenieure vorgesehen. „Wir wollen nicht nur erfahren, ob der E-Service-Van grundsätzlich als Servicefahrzeug geeignet ist, sondern wie und wo die Fahrzeuge tatsächlich effizient eingesetzt werden können,“ erklärt Prof. Dr. Vahid Salehi von der Münchner Hochschule. „Bei dieser Bewertung spielt insbesondere die Wahrnehmung der Fahrer eine wichtige Rolle, die dafür natürlich wissen müssen, wie sie ihr Fahrzeug richtig nutzen.“

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