Palettentransport Plattformwagen nutzt Querförderband

Der Plattformwagen für drei Normpaletten, den Ruppel für einen Autobatteriehersteller entwickelt hat, zeigt seine Innovation erst im Einsatz: Die Ablageflächen für die Paletten sind als Querförderbänder ausgeführt. Das Konzept eignet sich aber auch für andere Industriebereiche.

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Der Plattformwagen von Ruppel können teilautomatisiert be- und entladen werden.
Der Plattformwagen von Ruppel können teilautomatisiert be- und entladen werden.
(Bild: Ruppel)

Diese Querförderbänder ermöglichen das teilautomatisierte Be- und Entladen der Paletten per Tastendruck am stirnseitigen Bedienpanel. Bediener können beispielsweise einen Anhänger parallel zu einer Aufgabestation oder einem Förderband positionieren und eine Palette im Quertransport auf das Band fördern, ohne dass separate Flurförderzeuge benötigt werden. Die drei Paletten, die jeweils bis zu 1,5 g wiegen können, lassen sich einzeln aufnehmen beziehungsweise absetzen. Ein zentrales Powerpack, das als Unterflureinheit platzsparend untergebracht ist und auf kompaktem Raum die benötigte Anfahrleistung aufbringt, treibt die Querförderbänder an.

Schutzflachte positioniert Paletten richtig

Der Ventilblock des Aggregates ist auf Standard-Cetop-Ventilen aufgebaut. Das minimiert die Kosten und vereinfacht die Integration. Die Intelligenz liegt, wie es typisch ist für die Hydraulik, in der Anschaltung und Verknüpfung der Elemente. Außerdem hat Ruppel mit dem Hydraulikaggregat eine Zusatzfunktion verwirklicht, die den sicheren Palettentransport gewährleistet. Die Förderbänder sind nicht nur mit einer Anti-Rutsch-Oberfläche ausgerüstet, sie werden zusätzlich auch mit einer so genannten Schutzflachte abgesichert: ein Metallelement, das aus dem Fahrzeugrahmen herausfährt und somit sicherstellt, dass die Palette erstens richtig zentriert ist und zweitens bei Kurvenfahrt nicht wegrutscht. Auch der Antrieb dieses Sicherheitssystems erfolgt über das hydraulische Powerpack.

Der Batteriehersteller, für den Ruppel diesen Plattformwagen konstruiert hat, konnte mit dessen Einsatz nach eigenen Angaben die Produktivität des Materialflusses um 15 % steigern. Das hydraulische Antriebskonzept biete außer der hohen Leistungsdichte und der Ansteuerung von Zusatzfunktionen auch den Vorteil, dass sich die Antriebsparameter flexibel an veränderte Bedingungen anpassen lassen, wie es heißt.

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