Suchen

Leiharbeit „Pool Plus“ schult Zeitarbeiter vorab

Im Rahmen ihres Angebots an Personaldienstleistungen hat die Unternehmensgruppe Elsen das Qualifizierungsprogramm „Pool Plus“ entwickelt. Kern dabei ist die intensive Schulungsphase im Vorfeld der Arbeitnehmerüberlassung, was die Fluktuation des Personals senken soll.

Firmen zum Thema

Bei „Pool Plus“ werden Leiharbeiter schon im Vorfeld geschult und erwerben Sonderqualifikationen wie beispielsweise den Staplerführerschein.
Bei „Pool Plus“ werden Leiharbeiter schon im Vorfeld geschult und erwerben Sonderqualifikationen wie beispielsweise den Staplerführerschein.
(Bild: Elsen)

Der Einsatz von Zeitarbeitspersonal bringt häufig nicht den gewünschten Erfolg: Die Fluktuation ist hoch und die Einarbeitung neuer Mitarbeiter schluckt Arbeitsressourcen. Um produktivere Zeitarbeit möglich zu machen, hat Elsen das Pool-Plus-Konzept entwickelt, auf das nach Unternehmensangaben immer mehr seiner über 300 Kunden im Personaldienstleistungsbereich setzen. „Wir haben festgestellt, dass die hohe Fluktuation von Zeitarbeitskräften ein ganz zentrales Problem für viele unserer Kunden ist“, berichtet Andreas Wolf, Vice President Personnel Management & Facility Management bei Elsen. Die Produktivität leide massiv unter zu vielen langwierigen Einarbeitungsphasen am jeweiligen Arbeitsplatz. Beim Pool-Plus-Konzept werden Arbeitskräfte bereits vor Beginn der Leiharbeitsphase systematisch auf die Kundenbedürfnisse hin geschult. „Dazu analysieren wir zunächst die Ausgangslage und erstellen konkrete Stellenprofile, in denen auch notwendige Sonderqualifikationen wie Staplerscheine oder besondere körperliche Anforderungen berücksichtigt werden“, erklärt Wolf. Den größten Nutzen erziele das Pool-Plus-Konzept, wenn eine lange Einarbeitung in komplexere Tätigkeiten notwendig sei, zum Beispiel beim Kommissionieren vielteiliger Artikel.

Produktivität hoch, Einarbeitungszeit runter

Nach einem Auswahlprozess werden die Mitarbeiter passgenau für den Kunden qualifiziert. Erlernt werden die Arbeitsabläufe nicht nur in theoretischen Einführungen, sondern ebenfalls in praktischen Übungen. Elsen simuliert beispielsweise Kommissionierprozesse oder lässt die Kursteilnehmer Trainingsfahrten mit dem Stapler auf eigens eingerichteten Parcours absolvieren. Organisatorisch und finanziell getragen wird die gesamte Präqualifizierung von Elsen selbst.

Für die Kunden ein doppelter Gewinn: „Die Produktivität der Mitarbeiter wird gesteigert und die Einarbeitung im Unternehmen dauert nur noch einen Bruchteil der Zeit“, fasst Wolf zusammen. Vor allem aber sinke die Fluktuation erheblich, weil die Arbeitskräfte ihre Tätigkeiten schon vorab gut kennen und beurteilen können, ob die Stelle zu ihnen passt. Für jeden Kunden beschäftigt Elsen außerdem mehr Pool-Plus-qualifizierte Kräfte als nötig, um durch ein rotierendes System zum Beispiel krankheitsbedingte Ausfälle jederzeit abdecken zu können. Im gesamten Arbeitsbereich Personnel Management von Elsen sind derzeit mehr als 900 Mitarbeiter angestellt, darunter sowohl Hilfskräfte als auch handwerkliche und kaufmännische Fachkräfte.

(ID:43783346)