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EBS-Stiftungsprofessur Post stoppt Förderung

| Redakteur: Robert Weber

Der KEP-Dienst Deutsche Post DHL stoppt vorerst die finanzielle Förderung des Lehrstuhls „Einkauf und Logistik“ an der European Business School (EBS). Gegen den ehemaligen Lehrstuhlinhaber und Präsidenten der Hochschule, Prof. Christopher Jahns, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Untreue.

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Nachspiel: Die Deutsche Post stoppt ihre Zahlungen für den ehemaligen Lehrstuhl von Prof. Christopher Jahns. Der Wissenschaftler soll untreu gewesen sein. (Bild: BVL)
Nachspiel: Die Deutsche Post stoppt ihre Zahlungen für den ehemaligen Lehrstuhl von Prof. Christopher Jahns. Der Wissenschaftler soll untreu gewesen sein. (Bild: BVL)

Die EBS müsse zuerst nachweisen, dass das Stiftungsgeld nicht zweckentfremdet worden sei, zitiert die „Welt“ einen Unternehmenssprecher der Deutschen Post. „Wir haben die Zahlungen eingefroren“, sagte der Sprecher. Nach Medieninformationen überweisen die Bonner seit 2007 jährlich 250.000 an die EBS. Das Geld werde in vier Tranchen ausbezahlt.

Gelder noch nicht verausgabt

Die Reaktion der Hochschule kam prompt: Das fragliche Unternehmen habe bislang den Lehrstuhl von Prof. Jahns gesponsert. Dieser sei inzwischen nicht mehr für die EBS tätig und ein Nachfolger für den Lehrstuhl noch nicht gefunden, heißt es in einer Pressemitteilung. An dem Lehrstuhl würden also so gut wie keine Kosten entstehen und ein Teil des der EBS für die Finanzierung dieses Lehrstuhls zur Verfügung gestellten Geldes sei folglich noch nicht verausgabt.

Gerade ein korrekter Umgang mit Sponsorengeldern führe in einer solchen Situation dazu, dass Gelder auf der Kostenstelle verblieben und erst nach Klärung mit dem Sponsor verwendet würden, so die EBS. Insofern machen weitere Zahlungen dieses Sponsors derzeit auch keinen Sinn, unterstrich Prof. Dr. Rolf D. Cremer, Präsident der EBS.

Post mag nicht mit EBS sprechen

Der Einrichtung entstehe dadurch kein Schaden. Er lege Wert auf die Feststellung, dass die EBS dem Unternehmen alle notwendigen Informationen, die eine sachgerechte Verwendung der ausgezahlten Mittel eindeutig belegen, ausgehändigt habe. Ein von der EBS zusätzlich angebotenes Gespräch habe das Unternehmen leider abgelehnt, schreiben die Hessen.

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