Elektromobilität

Post übernimmt Streetscooter

| Redakteur: Benedikt Hofmann

Der erste Prototyp des Streetscooter für die Deutsche Post wurde 2012 vorgestellt.
Der erste Prototyp des Streetscooter für die Deutsche Post wurde 2012 vorgestellt. (Bild: Deutsche Post)

Deutsche Post DHL hat den Kaufvertrag für die Streetscooter GmbH, ein ehemaliges Start-up aus dem Umfeld der RWTH Aachen, unterzeichnet. Ziel des Unternehmens ist es, wirtschaftliche Elektroautos zu entwickeln.

Mit der Übernahme von Streetscooter, die noch unter dem Vorbehalt der fusionskontrollrechtlichen Freigabe steht, übernimmt Deutsche Post DHL auch die Entwicklungs- und Produktionsrechte an den Fahrzeugen sowie die Mitarbeiter. Das Unternehmen ist ein Spin-off der RWTH Aachen und als Konsortium aus rund 80 Industrieunternehmen der Automobilindustrie und verwandter Branchen gestartet. Es wurde 2010 gegründet und beschäftigt 70 Mitarbeiter. Seit 2013 sind in Aachen im ehemaligen Talbot-/Bombardierwerk rund 200 Streetscooter Fahrzeuge produziert worden.

Erste Vorserie seit 2013 im Einsatz

Die Zusammenarbeit von Deutsche Post DHL und der Streetscooter begann 2011 mit der Entwicklung eines auf die Bedürfnisse der Post zugeschnittenen Elektrofahrzeugs. Sie hat sich mittlerweile aber auch auf andere Bereiche wie zum Beispiel. Pedelec oder Trike ausgeweitet. Auch zukünftig strebt der Konzern an, bei der Weiterentwicklung der Fahrzeuge eng mit der RWTH Aachen zusammenzuarbeiten. Der erste Prototyp des Streetscooter für die Deutsche Post wurde 2012 vorgestellt, eine erste Vorserie ist seit 2013 im Einsatz. Rund 20 Fahrzeuge fahren bereits als Teil der Elektroflotte im Rahmen des Pilotprojekts „CO2-freie Zustellung Bonn“. Hier stellt die Deutsche Post DHL die gesamte Brief- und Paketzustellung am Sitz der Firmenzentrale bis 2016 auf Elektromobilität um. Knapp 50 weitere Streetscooter sind bundesweit an verschiedenen Stützpunkten der Deutsche Post im Einsatz. Insgesamt werden ab Anfang 2015 mehr als 100 der Fahrzeuge für die Post fahren.

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Eigene Klimaziele gesetzt

Die Nutzung von alternativen Antrieben reduziert die CO2-Belastung im Straßenverkehr signifikant, so die Deutsche Post. Der Konzern sieht sich als Vorreiter in der Nutzung von alternativen Antrieben und fördert aktiv die Forschung und Nutzung in Projekten mit verschiedenen Automobilherstellern weltweit. Insgesamt sind heute über 11.800 Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, Kraftstoffen und aerodynamischen Modifikationen für den weltweit führenden Post- und Logistikkonzern im Einsatz, darunter über 300 Elektrofahrzeuge. Dieser Ansatz zahlt auf das konzerneigene „Go-green-Programm“ von Deutsche Post DHL ein, im Rahmen dessen sich der Konzern ein konkretes Klimaschutzziel gesetzt hat: Bis zum Jahr 2020 soll die CO2-Effizienz gegenüber 2007 um 30 % verbessert werden. Dieses Ziel will das Unternehmen unter anderem durch eine effizientere Steuerung der Verkehrsströme, durch die Modernisierung der Transportflotte und durch Nutzung erneuerbarer Energiequellen erreichen.

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