ERP-Software

Prozesse über Landesgrenzen hinweg abbilden

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Ein weiterer Schwerpunktbereich für die Just-in-Time-Fertigung ist das Lager. Während ein vollgepacktes Lager kostenintensiv ist, kann ein knapp bestücktes zu Engpässen oder Stillstand in der Produktion führen. Noch hält Ipsen die Balance mithilfe verschiedener Verbrauchsstatistiken. Die Zahlenbasis dafür liefert das ERP-System von Sage Software. Jedoch plant der Mittelständler die Einführung einer mobilen Lagerlogistik. Damit wäre Ipsen in guter Gesellschaft.

ERP-Software hilft bei der Senkung der Lagerkosten

Bereits 35 % der mittelständischen Maschinen- und Apparatebauer setzen auf mobile Systeme im Lager, so das Ergebnis der RAAD-Studie „IT im Mittelstand 2011“. Weitere 6 % haben generell mobile Lösungen geplant, budgetiert und teilweise schon entschieden. Investitionsfavorit ist mit 77 % ebenfalls die mobile Datenerfassung im Lager.

Um die IT-Infrastruktur so schlank wie möglich zu halten, bietet sich für Ipsen das integrierte Logistikmodul der ERP-Branchensoftware an. Die Notwendigkeit dieses Moduls lässt sich im Fall Ipsen wie folgt erklären: Da die Herstellung eines Wärmebehandlungsofens drei bis vier Monate dauert, ist in diesem Zeitraum eine große Summe an Kapital gebunden. Mit der mobilen Lagerlogistik erhofft sich das Unternehmen, das nötige Material noch schneller vom Wareneingang in die Fertigung zu bekommen und so die Produktionszeiten weiter zu verschlanken.

Integriertes Logistikmodul soll interne Logistik unterstützen

Das Modul wird künftig die komplette interne Logistikkette unterstützen. Konkret heißt das: Im Wareneingang entstehen Etiketten mit Barcode, der Auskunft über Inhalt, Menge und Seriennummer gibt. Nach Vereinnahmung der Ware ist der Bestand im Lager verfügbar. Jede Bewegung während der internen Lagerhaltung ist im ERP-System in Echtzeit einsehbar.

Zu Beginn des Produktionsauftrags helfen Scanner bei der Kommissionierung von Produktionsmaterialien. Direkte Materialverbräuche oder Umlagerungen in einen Produktionsbereich werden bei Rückmeldung am Scanner durchgeführt. Bei Abschluss des Produktionsauftrags erhält die entstandene Ware mit der Zugangsbuchung erneut Etiketten.

ERP-Logistikmodul erhöht Transparenz und Prozesssicherheit

Um bei der Warenentnahme Zeit und Laufwege zwischen zwei Picks zu sparen, bekommt der Kommissionierer bei der Auftragszusammenstellung eine wegeoptimierte Vorgabe am Scanner. Bestätigte Entnahmen werden sofort in den Versandbereich umgelagert.

Das aktive Beenden der Kommissionierung leitet über zum nächsten Arbeitsschritt, dem automatischen Erstellen der Lieferpapiere und Abbuchung der Ware aus dem Versandbereich. Das integrierte Logistikmodul sorgt so in Produktionsbetrieben für Prozesssicherheit und höhere Transparenz in der Logistikkette. Damit sind genauere Bestände und eine reduzierte Fehlerquote realisierbar.

* Axel Schmied ist Vertriebsleiter des Geschäftsbereichs Mittelstand der Sage Software GmbH, 78052 Villingen-Schwenningen

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