Suchen

Ladungssicherung Prüftechnik für Transportverpackungen

| Autor / Redakteur: Stefanie Seidl / Volker Unruh

Beim Bremsen oder bei Kurvenfahrten während eines Transports treten Belastungen auf, die massiv auf die Verpackung des Transportguts wirken können. In Dresden wird zurzeit eine Prüftechnik entwickelt, die die Auswirkungen horizontaler Beschleunigungen untersucht.

Firmen zum Thema

Der bestehende Prüfstand wurde zu einer waagerechten Prüfstrecke mit zusätzlichen Testmöglichkeiten erweitert. Bild: Frank Grätz/Blend3
Der bestehende Prüfstand wurde zu einer waagerechten Prüfstrecke mit zusätzlichen Testmöglichkeiten erweitert. Bild: Frank Grätz/Blend3
( Archiv: Vogel Business Media )

Das Servicecenter Umweltsimulation (Scus) in Dresden prüft und optimiert Verpackungen in Zusammenarbeit mit den Herstellern. Derzeit wird eine praxisnahe Prüftechnik entwickelt, die die Auswirkungen horizontaler Beschleunigungen auf Verpackungen untersucht.

Während des Transports entstehen durch Bremsvorgänge oder Kurvenfahrten Belastungen, die auf die Verpackung wirken. Mit der neuen Prüftechnik kann das Optimierungspotenzial der Verpackung im Bezug auf waagerechte Beschleunigungen bestimmt und auf Basis der Ergebnisse genutzt werden. Die Scus GmbH führt mechanische und klimatische Produkt- und Verpackungsprüfungen durch, um die Belastbarkeit verschiedenster Gegenstände und Verpackungen zu ermitteln.

Mechanischer und klimatischer Test aller Verpackungsarten

Neben der Tauglichkeits-Prüfung unter extremen Temperaturen in Klimakammern werden Qualität und Sicherheit eines Produktes oder einer Verpackung auf speziellen Prüfständen getestet, die Vibrationen, Drücke, Kräfte sowie vertikale und horizontale Stöße simulieren, wie sie unter realen Nutzungs- oder Transportbedingungen wirken. Von kleinen Einzelpackungen bis zu Industriepaletten in Übergröße werden bei Scus sämtliche Verpackungsarten mechanischen und klimatischen Einflüssen ausgesetzt und auf ihre Tauglichkeit getestet.

„Eine wesentliche Aufgabe der Verpackungsprüfung ist es, klarzustellen, vor welchen möglichen Belastungen und Beanspruchungen die Verpackung das Produkt schützen kann, damit sich das Risiko von Schäden besser abschätzen lässt. Im Falle eines auftretenden Schadens kann so der Verursacher eindeutig zugeordnet und die Frage der Haftung geklärt werden“, erklärt Scus-Geschäftsführer Stephan Schreib. „Die Ergebnisse von Prüfverfahren tragen häufig zur Entwicklung günstiger Lösungen bei, die das Produkt genauso gut vor Transportschäden schützen wie finanziell aufwendigere Varianten.“

Kunden lernen unmittelbar aus Transportverpackungs-Tests

Die Interessen der Kunden sind vielschichtig und variieren von Fall zu Fall. Stephan Schreib und seine Mitarbeiter stellen daher vor jedem Prüfvorgang die Frage, was erreicht werden soll, und legen gemeinsam mit dem Kunden die Prüfparameter fest. Außer bei Qualitätsprüfungen nach Norm ist der Kunde bei den meisten Prüfvorgängen anwesend und wird mit Hintergrundwissen versorgt. „Diese Erfahrungen fließen in die zukünftigen Entwicklungen des Kunden mit ein, was oft zu völlig neuen Denkansätzen und erheblichen Einsparungen führt“, so Schreib.

(ID:342826)