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Lebensmittellogistik REMA 1000 setzt in Vinterbro auf WITRON

| Redakteur: M. A. Benedikt Hofmann

Nachdem der norwegische Lebensmitteleinzelhändler REMA 1000 den Generalunternehmer WITRON Ende Oktober 2015 mit der Umsetzung eines Vollsortiment-Logistikzentrums in Stavanger beauftragt hat, realisieren beide Unternehmen bereits das nächste Projekt.

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Neben dem Logistikzentrum in Stavanger setzt WITRON für den norwegische Discounter REMA 1000 jetzt auch das automatisierte Vollsortiments-Lager in Vinterbro um.
Neben dem Logistikzentrum in Stavanger setzt WITRON für den norwegische Discounter REMA 1000 jetzt auch das automatisierte Vollsortiments-Lager in Vinterbro um.
(Bild: REMA 1000)

So konnte sich der Parksteiner Systemintegrator im Rahmen eines internationalen Ideenwettbewerbes mit seinem Konzept gegen zahlreiche Wettbewerber durchsetzen und erhielt jetzt auch den Auftrag für die Planung, Installation und den Service des neuen REMA- Verteilzentrums in Vinterbro. Aus der 50.000 m² großen Anlage werden 574 Filialen beliefert. Der Vertrag wurde Anfang September 2016 unterschrieben. Die voll automatisierten beziehungsweise teilautomatisierten WITRON-Kommissioniersysteme OPM (Order Picking Machinery), DPS (Dynamic Picking System) und CPS (Car Picking System) werden im neuen Distributionszentrum in den Bereichen Trocken-, Frische- und Tiefkühlsortiment eingesetzt. Die Artikel und Behälter werden filialgerecht kommissioniert und auf Paletten gestapelt, wobei sämtliche Filiallayouts berücksichtigt werden und dadurch die Regalbefüllung in der Filiale erheblich vereinfacht wird, so das Unternehmen.

Wie schon beim Projekt in Stavanger waren neben einer hohen Wirtschaftlichkeit die Kriterien Flexibilität, Ergonomie, dicht gepackte Filialpaletten und maximale Auftragskonsolidierung entscheidende Vergabekriterien für das Projekt in Vinterbro. Und diese Anforderungen erfüllen die WITRON-Lösungen auf Basis eines innovativen Lagerverwaltungssystems optimal.

Dynamische Kommissionierprozesse

So steuern Faktoren wie Absatzvolumina, Auftragsstrukturen, Wochenzyklen, saisonale Veränderungen und ABC-Kurven dynamisch, ob die Kommissionierung der Artikel vollautomatisch von der Lagerpalette oder teilautomatisiert aus Behältern beziehungsweise Layertrays (Paletten-Grundmaß) erfolgt. Ebenso, ob die Produkte vollautomatisch auf Voll-, Halb- oder Drittelpaletten direkt aus dem Hochregallager ausgelagert werden. Die Konsequenz sind ganzheitliche ergonomische Prozesse mit hoher Flexibilität.

Die Nord/Süd-Ausdehnung in Norwegen beträgt 2000 km. Aus diesem Grund muss jede Palette und jeder Lkw optimal mit Waren gefüllt sein, wenn die einzelnen Geschäfte angefahren werden. Dies bedarf einer maximalen Auftragskonsolidierung. Daher werden beispielsweise kleinvolumige Produkte (Piece-Picking) mittels DPS direkt in Versandkartons kommissioniert und diese dem OPM-System zugeführt. Dort werden sie gemeinsam mit größeren Handels- und Verpackungseinheiten vollautomatisch auf Auftragspaletten geschichtet.

Ein mechanisierter Warenausgangspuffer konsolidiert sämtliche Auftragspaletten aus dem Trocken- und Frischesortiment und stellt diese über Fördertechnik für die Lkw-Fahrer bereit. Tiefkühlware wird WITRON zufolge nach der Kommissionierung zunächst im TK-Bereich zwischengepuffert und dem Warenausgang unmittelbar vor der Verladung zugeführt – tourenoptimiert und sortiert nach Filial-Layout. Als Generalunternehmer ist WITRON für die Planung, Realisierung und Inbetriebnahme der gesamten IT, Steuerung und Mechanik verantwortlich. Ebenso für die zukünftige Wartung und Instandhaltung der Anlage. Die WITRON-Tochter FAS entwickelt und baut einen Großteil der eingesetzten Fördertechnik.

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