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Laborfahrzeug Renault-Lkw will Treibstoff sparen

Mit dem „Optifuel Lab 2“ will Renault Trucks die Energieeffizienz von Sattelzügen weiter verbessern. Das Laborfahrzeug setzt dazu 20 Technologien ein, beispielsweise Photovoltaikzellen oder die Wärmerückgewinnung am Auspuff.

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(Bild: Renault Trucks)

Das erklärte Ziel von Renault Trucks ist denkbar einfach: Der Lkw-Hersteller möchte seinen Kunden Fahrzeuge anbieten, die sparsam im Verbrauch sind. Dafür haben sich die Franzosen ein fahrbares Entwicklungslabor angeschafft – das „Optifuel Lab 2“ – mit dem die Forschungsarbeiten weitergeführt und verschiedenste Technologien zur fortgesetzten Senkung des Verbrauchs getestet werden können. Derzeit ist das Fahrzeug auf der Straße unterwegs, um mögliche Verbrauchseinsparungen quantifizieren zu können. Die Ergebnisse sollen im ersten Quartal 2015 bekannt gegeben werden.

Die Verbrauchssenkung stand im Mittelpunkt der Entwicklung des Renault Trucks T, mit dem erklärten Ziel, ihn zu einem Profitcenter für Transportunternehmen zu machen. Doch damit gibt sich Renault Trucks nicht zufrieden und beschäftigt sich intensiv mit den Zukunftstechnologien, um den Verbrauch eines Sattelzuges weiter zu senken. Diese Forschungen werden jetzt an dem Versuchsfahrzeug „Optifuel Lab 2“ auf Basis eines Renault Trucks T vorgenommen, einer Weiterentwicklung des im Jahr 2009 präsentierten „Optifuel Lab 1“. Das Projekt wurde mit Unterstützung der französischen Umwelt- und Energieagentur Ademe in Zusammenarbeit mit acht Partnern umgesetzt.

Computer verteilt benötigte Energie in Echtzeit

Beim „Optifuel Lab 2“ kommen 20 Technologien zum Einsatz, die bei den vier Schwerpunkten ansetzen, die für den Verbrauch entscheidend sind: Energiemanagement, Aerodynamik, Rollwiderstand und Fahrhilfen. Projektleiter Claude Covo präsentiert die wichtigsten Technologien, die im Rahmen dieses fahrenden „Labors“ entwickelt wurden. Die optimale Nutzung der verschiedenen Energiequellen steht im Mittelpunkt der beim „Optifuel Lab 2“ durchgeführten Forschungsarbeiten. „Dahinter steht die Idee, so wenig Energie wie möglich vom Verbrennungsmotor abzuziehen“, sagt Covo.

„Deshalb werden jetzt mehrere Zusatzausrüstungen elektrisch versorgt, darunter Klimaanlage, Wasserpumpe, Kraftstoffpumpe und Lenkungspumpe. Dafür haben wir weitere elektrische Energiequellen entwickelt. So wurden Solarzellen hinzugefügt und ein System zur Energierückgewinnung in der Auspuffanlage installiert, das auf dem Rankine-Zyklus basiert.“ Wenn der Fahrer oder das Fahrzeug mehr Energie benötigt, berechnet ein Computer den Bedarf, findet die effizienteste beziehungsweise am besten verfügbare Energiequelle (Solarzellen, Rankine) und verteilt die Energie in Echtzeit.

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