Gebrauchtmaschinen Resale will von Rezession profitieren

Redakteur: Stéphane Itasse

Die weltgrößte Gebrauchtmaschinen-Schau will der sich abzeichnenden Rezession trotzen. Zur 15. Resale haben sich mehr Aussteller angemeldet als zum Vergleichszeitraum des Vorjahres, wie der Veranstalter Hess GmbH mitteilt. Für die Gebrauchtmaschinen-Messe vom 22. bis 24. April 2009 in Karlsruhe werden wieder mehr als 500 Aussteller und über 10000 Besucher erwartet.

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Bei der vergangenen Ausgabe im April 2008 waren insgesamt 10081 Besucher zu den 504 Ausstellern gekommen, wie sich aus den Daten des Ausstellungs- und Messeausschusses der Deutschen Wirtschaft (Auma) ergibt. „Die Chancen stehen sehr gut, dass die nächste Resale ein Gewinner der Finanzmarktkrise sein wird“, sagt Jens Nagel, Geschäftsführer des Bundesverbandes des Deutschen Exporthandels (BDEx), Berlin. „Vor dem Hintergrund einer weltweiten Konjunkturabschwächung werden kostengünstigere Investitionsalternativen an Bedeutung zulegen.“ Gerade in unsicheren Zeiten würden neue Investitionen sehr genau geprüft. Gebrauchtmaschinen aus Deutschland hätten sich in solchen Phasen als sehr willkommen erwiesen.

Starke Nachfrage nach Gebrauchtmaschinen aus Osteuropa

Der BDEx sieht darüber hinaus eine zunehmende Bedeutung von Umweltaspekten. Dies werde sich in der Suche nach energieeffizienten und besonders umweltverträglichen Gebrauchtmaschinen widerspiegeln. Was den regionalen Bedarf angeht, rechnet Jens Nagel mit einer hohen Nachfrage aus Osteuropa – und über den Ural hinaus. „Besonders aus Russland und Zentralasien“, lautet seine Prognose. „Die jüngeren EU-Beitrittsländer Rumänien und Bulgarien werden genauso zu den stark nachfragenden Regionen gehören.“

Außerhalb Europas stellt der BDEx einen Bedarf vor allem in Indien und Südostasien fest. Mit großen Schritten habe sich die Resale in den letzten Jahren national und international zur zentralen Anlaufstelle für Gebrauchtmaschinen entwickelt. „Höchste Qualität geht Hand in Hand mit guten Preisen“, so Nagel.

Die Nachfrage nach gebrauchten Werkzeugmaschinen war in den letzten zwei Jahren außerordentlich gut. Das berichtet der Fachverband des Maschinen- und Werkzeug-Großhandels e.V. (FDM), Bonn. „Unsere Mitgliedsfirmen hatten alle Hände voll zu tun“, erläutert FDM-Geschäftsführer Kurt Radermacher. „Sie hatten vor dem Hintergrund der zahlreichen Anfragen sogar das Problem, gute Maschinen zu beschaffen.“

Gebrauchtmaschinen-Nachfrage aus dem Inland wird ruhiger

In den letzten Monaten sei es allerdings gerade im Inland ruhiger geworden. Trotzdem bestehe weiter ein enormer Bedarf an neuen und gebrauchten Werkzeugmaschinen. „Daher gilt es nach wie vor, aktiv Abnehmer zu finden – und hier vor allen Dingen ausländische Kunden“, fordert Radermacher.

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