Oliver Wyman

Rezessionsagenda stabilisiert Umsatz und sichert Finanzierung

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Zwar würden die Themen Kosten und Liquidität angegangen, so die Analysten, doch häufig fehle der Mut zu radikalen Veränderungen. In vielen Fällen beschränken sich Unternehmen auf isolierte, aus dem Tagesgeschäft definierte Maßnahmen, die die Kosten in der Regel nur um 3 bis 5% reduzieren. In Zeiten der Krise aber seien einschneidende Maßnahmen mit Kostensenkungen von 20 bis 30% oft unerlässlich und wegen des Problembewusstseins im Unternehmen auch besser durchzusetzen als früher.

Viele Firmen kümmern sich nach Aussgen der Oliver-Wyman-Berater zu wenig um die vielfältigen Chancen der Rezession. Dazu gehört vor allem, neues Wachstum zu generieren und Akquisitionen insbesondere in Märkten wie Russland und China vorzunehmen. Für den Erfolg in der Krise ist es entscheidend, dass eine Rezessionsagenda vorliegt, die auf die individuelle Situation des jeweiligen Unternehmens zugeschnitten ist. Diese Agenda umfasst die Hebel Wachstum, Kosten, Finanzierung sowie Transparenz und Kontrolle und beinhaltet sowohl kurz- als auch langfristige Maßnahmen.

Working Capital optimieren und Kapitalstruktur stärken

Wer kurzfristig reagieren muss, sollte dies speziell auf der Kostenseite und im Finanzbereich tun – durch Programme zur Working-Capital-Optimierung und durch eine Stärkung der Kapitalstruktur. Weitere kurzfristig wirksame Maßnahmen sind die Intensivierung des Vertriebs oder der Verkauf von Unternehmensteilen. Die Stärkung von Cashflow und Eigenkapital gehören jetzt auf die Agenda aller Unternehmen. Innerhalb von sechs Monaten kann eine Fixkostensenkung greifen, die den Break-even-Point senkt.

Ebenso schnell greifen Programme zur Produktkostensenkung und Effizienzsteigerung. Auch die Einführung von Prozessen und Systemen, die die Transparenz und Steuerbarkeit des Unternehmens verbessern – beispielsweise strategische Risikomanagementsysteme oder Kennzahlensteuerungen – benötigt meist nur mehrere Monate bis zur Umsetzung.

Über das akute Krisenmanagement hinausdenken

Langfristig wirksame Maßnahmen empfehlen sich für die Unternehmen, die noch nicht unmittelbar in ihrer Existenz bedroht sind. Eine Optimierung des Fertigungsprogramms der Produktionsstandorte nach Kundenbedarf verbessert die strategische Aufstellung und die Kostenposition zugleich.

Die Entwicklung neuer Angebote und Geschäftsmodelle im After-Sales-Bereich schafft konstante und margenstarke Umsätze, die von den klassischen Investitionsgüterzyklen entkoppelt sind. „Solche langfristigen Maßnahmen gehen über das akute Krisenmanagement hinaus“, sagt Jäde. „Sie sind eine Investition in eine verstärkte Wettbewerbsfähigkeit für die kommenden Jahre.“

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