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Fertigungslogistik

RFID-Armband identifiziert Werkstücke

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Das Funktionsprinzip des Armbands basiert auf UHF-RFID-Technologie. Im Gehäuse des RFID-Armbands ist hierfür ein UHF-RFID-System integriert (Frequenzband ETSI zwischen 865 und 869 MHz), das die Transponder mithilfe von elektromagnetischen Wellen identifiziert. Die Energie für das Auslesen der Transponder wird durch das Lesegerät des RFID-Armbands über hochfrequente Radiowellen hinzugefügt.

Die auf Höhe des Handgelenks eingearbeitete Antenne kommuniziert mit dem Transponder am Gut und übermittelt die Güter- und Prozessinformationen in Echtzeit an ein zentrales System. Die Ausleseenergie ist ausreichend, um den Chip des Transponders zu lesen und die im System gespeicherten Daten an das Lesegerät zurückzuschicken.

Traceability bei manuellen Arbeitsschritten

Richtige Reihenfolge: Der Mitarbeiter erfährt über den Bildschirm, welche Bauteile der Reihe nach entnommen werden müssen und erhält bei Entnahmefehlern einen Hinweis.
Richtige Reihenfolge: Der Mitarbeiter erfährt über den Bildschirm, welche Bauteile der Reihe nach entnommen werden müssen und erhält bei Entnahmefehlern einen Hinweis.
(Bild: Treston)
Bevor ein Montageauftrag beginnt, werden die Montagebehälter mit den einzelnen Baugruppen bestückt und mit den entsprechenden Transpondern markiert. Ist der ZigBee-Stick an den USB-Port angeschlossen wird die Touch-Funktion des Monitors im Rechner via USB aktiviert. Um den Montageauftrag zu starten, wird er über die Kommunikation zwischen Armband und Transponder eingelesen. Der Produktionsmitarbeiter erhält auf einem Bildschirm Informationen über einzelne Montageschritte, die in der vorgegebenen Reihenfolge abzuarbeiten sind.

Ob per Bild, Zeichnung oder Video: Die Art der Darstellung kann beliebig gewählt werden. Beispielsweise könnte bei korrekter Abfolge die Baugruppe grün markiert werden. Bei falscher Reihenfolge wird der Mitarbeiter über einen Text auf der Nutzeroberfläche aufgeklärt und die entsprechende Baugruppe rot dargestellt. Damit kann der Mitarbeiter noch während des Montageprozesses Fehlgriffe korrigieren. Der Treston-Geschäftsführer klärt auf: „Durch diese Funktion leistet das RFID-Armband einen erheblichen Beitrag im Rahmen der Traceability. Manuelle Arbeitsschritte sind überwachbar und rückverfolgbar.“

Wahlweise stehen zwei Lesemodi zur Verfügung: Einzellesung und Dauerlesung. Die Einzellesung ist der primäre Modus, bei dem eine kurzzeitige Lesung durchgeführt wird. Dieser Modus wird für die gezielte und dokumentierte Entnahme von Baugruppen genutzt. Bei der Dauerlesung erfolgt die Lesung kontinuierlich und muss durch den Anwender beendet werden. Dieser Modus eignet sich bei Inventuren oder bei der Kalibrierung des Armbands.

Um RFID in Produktions- und Logistikprozessen effizient nutzbar zu machen, erstellt Treston zusammen mit dem Fraunhofer IFF anforderungsgerechte Konzepte. Die Hardware-Anforderungen für die Implementierung des RFID-Systems sind gering. Deshalb lässt es sich in Verbindung mit ergonomischen Arbeitsplätzen auch für mittelständische Unternehmen ohne großen Aufwand umsetzen.

* * Dirk Jonsson ist Geschäftsführer von Treston Deutschland (www.treston.de).

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