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Identifikation RFID-Test erfolgreich - C&A macht weiter

| Redakteur: Robert Weber

Das Modeunternehmen C&A will seine Logistik und seine Warenströme weiter optimieren. Die RFID-Technik soll in 20 weiteren Filialen eingesetzt werden. Das Unternehmen folgt damit dem Vorreiter Gerry Weber.

Textilien von C&A sind in 25 Filialen in Deutschland in Zukunft mit einem RFID-Tag ausgestattet, der problemlos entfernt werden kann.
Textilien von C&A sind in 25 Filialen in Deutschland in Zukunft mit einem RFID-Tag ausgestattet, der problemlos entfernt werden kann.
(Bild: C&A )

Das Unternehmen hatte in der Vergangenheit in fünf Filialen bereits die Technik unter die Lupe genommen. Jetzt kommen 20 weitere Geschäfte dazu. Vor einer flächendeckenden Einführung wolle man mit einer größeren Filialzahl die Anwendung prüfen und verbessern, heißt es in einem Pressestatement.

RFID soll das Angebot in unseren Filialen noch weiter verbessern“, heißt es bei C&A. „Dabei geht es vor allem darum, dass unsere Kollektionen den Kunden auch wirklich in den nachgefragten Farben und Größen zur Verfügung stehen.“ Zu diesem Zweck werden RFID Etiketten gut sichtbar an ausgesuchten Kleidungsstücken außen angebracht. Diese haben die Größe eines üblichen Preis-Etiketts und werden durch einen Plastik-String an der Ware befestigt. Sie können nach dem Kauf jederzeit problemlos durch den Kunden entfernt werden.

Die Etiketten dienen als sogenannter Transponder. Wird dieser durch ein Lesegerät angesprochen, ermöglicht dies eine schnelle Identifikation von Waren, beispielsweise ohne Öffnung der entsprechenden Kartons.

Unternehmen will Kunden informieren

„Auch wenn RFID mittlerweile immer weiter verbreitet ist, haben wir großes Verständnis dafür, wenn Kunden Fragen zu dem Projekt haben“ erklärte ein Pressesprecher. Deshalb erläutern Plakate und Handzettel in allen beteiligten Filialen die Technologie. Zudem stehen Mitarbeiter von C&A vor Ort für Fragen gern zur Verfügung. „Wir halten selbstverständlich alle Gesetze, Standards und Empfehlungen ein, die zu RFID auf deutscher und europäischer Ebene erlassen wurden“, so Rolfes abschließend. C&A erhebt im Zusammenhang mit dem RFID-Projekt keine personenbezogenen Daten.

Der Schutz vor missbräuchlicher Speicherung von RFID Daten durch Dritte wird außerdem dadurch gewährleistet, dass die RFID-Etiketten nach dem Kauf durch die Kunden entfernt werden können. „Derzeit prüfen wir verschiedene technische Lösungen, die eine Speicherung von Kundendaten im Zusammenhang mit RFID ausschließen“, so Rolfes. „Zu einer flächendeckenden RFID-Einführung in deutschen C&A-Filialen wird es erst dann kommen, wenn wir die Ansprüche der Konsumenten an eine absolute RFID-Datensicherheit gewährleisten können.“

Der Einsatz der RFID-Technik im dirketen Kundenumfeld stößt immer wieder auf Kritik. MM Logistik sprach mit Datenschützern und Unternehmern. Mehr hier

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