Sonderlager

Riesenwanne sorgt für Sicherheit

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Mehr als 1000 verschiedene Produkte auf Lager

Nicht immer Freude machten die Planungen. Denn für das Logistikzentrum dauerten sie mehrere Jahre. „Da wir zunächst nicht genug Platz auf dem Werksgelände hatten, wurden Logistiklösungen an anderen Standorten geprüft“, blickt Damerau zurück. Erst nach dem Zukauf eines benachbarten Grundstücks starteten die Planungen. Das Ergebnis tröstet über die lange Planungsdauer hinweg.

Neben einem Fertigwarenlager für mehr als 1000 verschiedene Produkte umfasst die Immobilie auch einen Versand- und Kommissionierbereich sowie einen Technik- und Bürotrakt. „Im Rahmen der Konzeptplanung hatten wir auch die Möglichkeit geprüft, Teile des damaligen Lagers in ein neues Lager zu integrieren“, so Damerau. Diese Option sei aber nicht günstiger gewesen als ein Neubau, heißt es bei Follmann. „Das hätte den entscheidenden Nachteil gehabt, dass die Umbaumaßnahmen an einem Gebäude bei laufendem Lagerbetrieb hätten durchgeführt werden müssen“, begründet Damerau nachträglich die Neubauentscheidung.

Follmann hat bewusst auf Automatisierung verzichtet

Keine schlechte Wahl, denn der Neubau bietet den Chemikern die Möglichkeit, alle Arbeitsabläufe bei Lagerung und Auslieferung der Produkte effizienter zu gestalten. Das verdeutlicht auch das intralogistische Innenleben der Immobilie. Konzipiert ist der neue Gebäudekomplex als Schmalganglager – ein Regalsystem mit schmalen Gassen zwischen den Zeilen, um eine kompakte Bauweise zu erreichen.

„Wir haben uns bewusst nicht für ein Lager mit vollautomatischen Regalbediengeräten (RGB) entschieden, um flexibel auf Änderungen bei den Ladungsträgern reagieren zu können“, verteidigt Damerau seine Intralogistikstrategie. Anstatt der RBG arbeiten zwei Schmalgangstapler mit einer Hubleistung von bis zu 1300 kg in den Regalfluchten. Sie können in einer Höhe von bis zu 14,5 m agieren. Insgesamt ragt das Hochregallager 19 m in den Mindener Himmel. Bis zu 20 Mitarbeiter sollen im Neubau arbeiten, bei saisonalen Spitzen auch mehr.

Unternehmen unterliegt der Störfallverordnung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes

Die Mitarbeiter können gewiss sein, dass für ihre Sicherheit im Lager alles getan wird, denn an ein Chemielogistikzentrum werden hohe Maßstäbe angelegt. „Die Genehmigungsbehörden (Bezirksregierung) legen viel Wert auf den Brandschutz. Selbst bei guter und frühzeitiger Kommunikation mit den Behörden sollte man die Genehmigungszeit großzügig planen“, rät Damerau.

Follmann war es bei der Auslegung des Lagers wichtig, dass für die Produkte aller Lagerklassen möglichst keine Teilmengenbeschränkungen vorlagen. Aufgrund der Größe des Lagers unterliegt das Unternehmen der Störfallverordnung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes.

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