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Automatisierung Roboter in der Logistik – es fehlen die richtigen Angebote

| Redakteur: Robert Weber

Der Einfluss der Robotik in der Logistik steigt. Das ist ein Ergebnis der Marktstudie Roboscan 12 des Bremer Instituts für Produktion und Logistik (BIBA). Neben mehr Flexibilität des Kollegen Roboter fordern die Studienteilnehmer auch mehr Nutzerfreundlichkeit. Doch am Markt fehlen passende Lösungen.

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(Archiv: Vogel Business Media)

Die drei wichtigsten Kriterien für den Einsatz eines Roboters im Logistikumfeld sind: die Adaptionsfähigkeit der Systeme an sich verändernde Rahmenbedingungen, die einfache Integration in den bestehenden Maschinenpark und die einfache Bedienung, heißt es in einer Pressemitteilung des „Informationsdienst der Wissenschaft“. Eine Lösung für diese Forderungen ist, so Dipl.-Ing. Moritz Rohde vom BIBA, die „intuitive Roboterprogrammierung“. „Unter intuitiver Roboterprogrammierung verstehen wir die einfache Anpassung eines Robotersystems an sich ändernde Rahmenbedingungen durch nicht spezifisch geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie können einem Robotersystem einfach mittels eines intuitiven Eingabeverfahrens neue Bewegungen vorgeben und das System generiert den Maschinencode dann automatisch“, zitiert der Informationsdienst den Wissenschaftler. Bei dem neuen Verfahren „Intuitive Roboterprogrammierung“ können nicht spezifisch geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dem Robotersystem mittels eines intuitiv zu bedienenden, kleinen Eingabegerätes einfach neue Bewegungen und Handhabungsbefehle vorgeben, heißt es weiter.

Flexibilität gegen den Fachkräftemangel

Die Logistiker scheinen von der Technik überzeugt zu sein. Gut vier Fünftel der Befragten bescheinigen der Robotik einen „extrem starken Einfluss“. Mehr als 75 % der befragten Logistikunternehmen planen, in den kommenden fünf Jahren ein oder mehrere Robotersysteme einzusetzen, doch es fehlen die passenden Angebote am Markt. Auch vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels können Roboter eine Lösung sein. „Die Nutzerfreundlichkeit rückt zunehmend in den Vordergrund – auch unter dem Fokus der Flexibilität von Systemen und des drohenden Fachkräftemangels“, sagt Rohde.

Die Studie entstand in Zusammenarbeit des BIBA und ISEIC Pfeffermann Consulting und wurde von der Kieserling Stiftung unterstützt.

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