Seefracht

Rotterdam verzeichnet starken Anstieg beim Stückgut-Umschlag

06.08.2010 | Redakteur: Volker Unruh

Der deutliche Anstieg des Stückgut-Umschlags im Port of Rotterdam erklärt sich vor allem durch immer mehr Stahllieferungen für die Vereinigten Staaten und verstärkte Einfuhr hochwertiger Stahlprodukte aus Schweden. Bild: Port of Rotterdam
Der deutliche Anstieg des Stückgut-Umschlags im Port of Rotterdam erklärt sich vor allem durch immer mehr Stahllieferungen für die Vereinigten Staaten und verstärkte Einfuhr hochwertiger Stahlprodukte aus Schweden. Bild: Port of Rotterdam

Der Umschlag von Stückgut wie Stahl, Nichteisenmetalle, Papier und Holz, Obst oder Projektladung verzeichnete im ersten Halbjahr 2010 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres einen Anstieg um 18% auf 3,3 Mio. t. Die Krise zeige zwar auch in Rotterdam Auswirkungen, wie die Havenbedrijf Rotterdam N.V. mitteilt, jedoch gestalte sich die Erholung deutlicher als anderswo.

Der Anstieg, so Havenbedrijf Rotterdam, sei vor allem dem Umschlag von Stahl bei Steinweg Maasvlakte, bei Brammen aus Deutschland für die Vereinigten Staaten und bei Broekman Distriport mit einer stärkeren Einfuhr hochwertiger Stahlprodukte aus Schweden zu verdanken.

Der Umschlag von Nichteisenmetallen, hauptsächlich Aluminium, habe bei den wichtigsten Umschlagunternehmen (Steinweg, Metaaltransport und Broekman Distriport) ein schwankendes Bild gezeigt, sei aber unter dem Strich konstant geblieben.

Umschlag von Papier- und Holzerzeugnissen auch in der Krise konstant

Aufgrund der Einfuhr von Schiffsrümpfen für Binnenschiffe an den Bojen und des bei Broekman Distriport erfolgten Umschlags von Windturbinen und Teilen für ein Projekt beim benachbarten Unternehmen Huntsman wurde mehr Projektladung umgeschlagen, so der Rotterdamer Hafenbetreiber.

Die Abfertigung von Papier- und Holzerzeugnissen habe sich sich im Hinblick auf Kriseneinflüsse als relativ widerstandsfähig erwiesen, wogegen der herkömmliche Umschlag von Obst schon länger unter der fortschreitenden Containerisierung und den Problemen beim Umschlagunternehmen Seabrex leide, die zur Insolvenz führten.

Der Neustart von Sea-Invest als Rotterdam Fruit Wharf biete Perspektiven, die in der Realisierung eines neuen „Cool Port“ am Südufer tatsächliche Gestalt erhalten sollen.

Modernisierung und Ausbau der Rotterdamer Hafenanlage

Investitionen in Modernisierung und Ausbau hätten im ersten Halbjahr Früchte getragen, und zwar nicht nur auf der Maasvlakte bei Steinweg, sondern auch im Waalhaven-Gebiet bei Rhenus Logistics.

In diesem Gebiet realisieren die Hafengesellschaft Rotterdam und Wirtschaftsunternehmen zudem die Neuentwicklung des Standorts RDM-Ost für die Abfertigung von Projektladung und Metallen.

Die Stauerei RHB stärkte ihre Position im Bereich der Projektladung durch den Einsatz der mit 208 t leistungsstärksten mobilen Hafenkrane in Europa (weitere Informationen: www.rhb.nl/heavyliftcranes ).

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