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Industrie 4.0 Sämtliche Produktionsprozesse erfolgreich vernetzen

| Autor / Redakteur: Markus Schwarz und Andere / Claudia Otto

Als Vision ist die Industrie 4.0 inzwischen allgegenwärtig. Mit der Realisierung sieht es anders aus. Diese fällt den Unternehmen bislang schwer. Wer sich Schritt für Schritt fit für die Zukunft machen will, tut gut daran, sich zunächst auf die Vernetzung der internen Produktionsprozesse zu konzentrieren.

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Für eine strategische Vernetzung sind Veränderungen auf der Ebene der Organisation beziehungsweise des Managements, der Prozesse und der Technologie nötig.
Für eine strategische Vernetzung sind Veränderungen auf der Ebene der Organisation beziehungsweise des Managements, der Prozesse und der Technologie nötig.
(Bild: Don Andreas - Fotolia.com)

Über Industrie 4.0 wird seit einiger Zeit zwar intensiv diskutiert. Für Unternehmen stellt sich aber nach wie vor die Frage, wie sie das Thema angehen sollten. Abwarten, bis Early Adopter den Weg geebnet haben, um dann in einem sicheren Umfeld zu investieren? Oder selbst ins Risiko gehen und dann als Erster vom enormen Potenzial der Cyber-Physical-Systems (CPS) profitieren?

Unsere Antwort darauf lautet: Das eine tun, ohne das andere zu lassen. Oder anders formuliert: Evolution statt Revolution. Konkret meinen wir damit, sich entlang von einzelnen Themen und klar abgegrenzten Zwischenzielen einem umfassenden Szenario zu nähern. Der erste Schritt sollte dabei die Vernetzung der internen Produktionsprozesse sein. Bei MHP nennen wir diesen Ansatz Integriertes Produktions-Portfolio (IPP), weil wir dabei die Prozesse von Anfang bis Ende in den Blick nehmen und sämtliche Abläufe IT-gestützt miteinander verbinden, die bislang nur hier und da über einige Schnittstellen verknüpft waren.

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Nach diesem Verständnis beginnt der Produktionsprozess bereits mit der Vertriebs- und Langfristplanung, zieht sich dann nach Disposition und Fertigungsplanung durch die verschiedenen wertschöpfenden Arbeitsschritte und endet nicht mit der Ablieferung der gefertigten Teile im Lager, sondern erst bei HR-Prozessen wie der Prämienentlohnung und beim Controlling, das dann auf standardisierten KPI basiert.

Verfügbare Informationen und automatisierte Prozesse

Das Ergebnis: Die verschiedenen Bezugsgruppen haben schon frühzeitig Zugriff auf alle vorhandenen Daten und zahlreiche Prozesse lassen sich automatisiert anstoßen beziehungsweise ausführen.

So können etwa Informationen aus der Langfristplanung dazu dienen, rechtzeitig die erforderlichen Materialien zu beschaffen und eine optimale Auslastung der Kapazitäten zu erreichen. Möglich ist beispielsweise auch, dass das Manufacturing Execution System (MES) über Sensoren erhobene Maschinendaten sammelt und beim Überschreiten definierter Grenzwerte von sich aus einen Instandhaltungsauftrag an das ERP-System übermittelt. Dieses veranlasst dann automatisch die entsprechende Wartung.

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