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Energieketten Saubere Energie im Hamburger Hafen

Dank des Einsatzes der am 18. Oktober getauften LNG-Hybrid-Barge „Hummel“ können Kreuzfahrtschiffe künftig während ihrer Liegezeit im Hamburger Hafen mit Energie versorgt werden, die aus umweltfreundlichem Flüssigerdgas erzeugt wurde.

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Das komplette Ankoppelsystem für die LNG-Hybrid-Barge „Hummel“ wurde von Igus entwickelt und installiert.
Das komplette Ankoppelsystem für die LNG-Hybrid-Barge „Hummel“ wurde von Igus entwickelt und installiert.
(Bild: Igus)

Durch den Einsatz von LNG wird Marinediesel eingespart und die Emissionen der Kreuzfahrtschiffe verringert. Der Ankoppelprozess von der Barge zum Kai erfolgt über eine Komplettlösung von Igus – die Energieführungsexperten lieferten das gesamte System vom Schaltschrank bis zu den Steckern.

Damit an Bord eines Kreuzfahrtschiffes auch während ihrer Liegezeit im Hafen Strom durch die Leitungen fließt, müssen üblicherweise die bordeigenen Generatoren weiterlaufen. Dadurch werden viele Schadstoffe in die Hafenluft ausgestoßen. Um dies in Zukunft verhindern zu können, wurde von Becker Marine Systems für den Hamburger Hafen die LNG-Hybrid-Barge „Hummel“ konzipiert und gebaut – ein schwimmendes Flüssiggaskraftwerk, das die riesigen Cruiseliner in Zukunft mit Strom versorgen wird. Um die Energie von der Barge zum Kai zu bekommen, von wo aus sie anschließend weiter auf die Kreuzfahrtschiffe geleitet wird, wurde der Energieführungsexperte Igus mit an Bord geholt. Sonderlösungen sind für dessen Experten an der Tagesordnung, wie man sich selbstbewusst gibt. In diesem Fall war jedoch neu, dass sowohl die gesamte Elektronik als auch der komplette Stahlbau von Igus konzipiert und umgesetzt wurde.

Vier dicke Stromleitungen transportieren den „Saft“

Sobald die Barge an ihrem Liegeplatz angelangt ist, fährt eine Gangway aus, die den Personentransfer an Bord und Land ermöglicht. Unter dieser Gangway befinden sich Energieketten von Igus, die vor allem vier dicke Stromleitungen mit Steckern führen. Diese werden am Kai an große Stromversorgungskästen angeschlossen, sobald die Gangway angedockt und die Kette herausgefahren wurde.

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Doch das System koppelt nicht nur die Barge an – auch müssen die stetigen Bewegungen des Schiffes ausgeglichen werden. So ist die Brücke ständig in Bewegung, um Wellengang und Gezeitenschwankungen auszugleichen. Ab der Kreuzfahrtsaison 2015 soll die Barge dann regelmäßig zum Einsatz kommen.

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