Elektro-Transporter Schlüsselübergabe des ersten ABT-E-Caddy an DHL

Redakteur: Jürgen Schreier

Unter dem Titel „E-Lieferung“ wird im Allgäu nun ein weiteres großes Elektromobilitätsprojekt umgesetzt. Die heiße Testphase des Projekts begann am 4. April 2014 mit der Schlüsselübergabe des ersten ABT-E-Caddy an die Deutsche Post DHL.

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So chic kann ein Lieferauto sein: Der E-Caddy von Edeltuner ABT verpricht sportlichen Elektro-Fahrspaß.
So chic kann ein Lieferauto sein: Der E-Caddy von Edeltuner ABT verpricht sportlichen Elektro-Fahrspaß.
(Bild: Bayern Innovativ)

Stand in den ersten Projekten noch der Einsatz der Elektromobilität im Tourismus, in Kommunen sowie im Carsharing im Vordergrund der Untersuchungen der Hochschule Kempten, so soll nun die Elektromobilität in der Logistik bei einschlägigen Unternehmen betrachtet werden. Zusammen mit dem Fahrzeugveredler ABT Sportsline GmbH wird ein Elektrolieferfahrzeug entwickelt, das für den kommerziellen Lieferverkehr im Allgäu geeignet ist. Ziel ist es, mit einer Flotte von 40 Fahrzeugen Daten für die Optimierung der Technologie zu gewinnen. Herzstück der Datenanalyse ist dabei ein von Sensor-Technik Wiedemann entwickelter Logger, der mit der an der Hochschule Kempten entwickelten Software sowohl Daten der Fahrzeugelektronik als auch die Bewegungsdaten aufzeichnet.

Beim neuen Projekt helfen Synergien aus erfolgreichenTourismus- und Kommunalkonzepten

Gemeinsam mit dem Partner Deutsche Post DHL und weiteren Unternehmen sollen die Fahrzeuge unter Zuhilfenahme von IKT-Technologien bei Kurier-Express-Paket-Diensten sowie im Standard-Lieferverkehr eingesetzt werden. Im Fokus der Forschung stehen weiterhin Energiebedarfe und Alterungsverhalten der eingesetzten Batterien, die Optimierung des Flottenmanagements sowie Nutzerakzeptanzanalysen.

„Als Vorreiter und Wegweiser in Sachen Elektromobilität profitiert die Hochschule Kempten von vielfältigen Erfahrungen und Forschungsergebnissen, die mit starken Partnern im Allgäu gemacht wurden. Mit umfassenden Synergien aus erfolgreich realisierten Tourismus- und Kommunalkonzepten im Gepäck setzen wir unseren Kurs weiter fort. Es gilt, die Eignung der Elektromobilität für kommerzielle Lieferungen im ländlichen Raum unter Beweis zu stellen. Die Herausforderung, dabei erneut bedeutende Beiträge zum technologischen Fortschritt zu leisten, ist Ansporn und Verpflichtung zugleich“, so Prof. Dr.-Ing. Andreas Rupp, Vizepräsident für Forschung und Entwicklung der Hochschule Kempten.

Auch Franz Josef Pschierer, Staatssekretär im Bayerischen Wirtschaftsministerium, zeigt sich beeindruckt vom Forschungsprojekt „E-Lieferung im Allgäu“. „Umwelt - und klimafreundliche Mobilitätsformen bieten gerade für den ländlichen Raum enorme Potenziale. Hier sind Menschen und Wirtschaft gleichermaßen stärker auf Pkw und Lieferfahrzeuge angewiesen als in großen Ballungszentren. Es ist richtungsweisend, wenn die notwendigen und zukunftsweisenden Entwicklungen vor Ort erforscht und realisiert werden. Das Allgäu mit seiner langjährigen und erfolgreichen Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft ist hier Vorreiter“, schwärmt Pschierer.

Heiße Testphase hat begonnen

Die heiße Testphase des Projekts „Schaufenster Elektromobilität – E-Lieferung Allgäu“ begann am 4. April 2014 mit der Schlüsselübergabe des ersten ABT-E-Caddy an Deutsche Post DHL. Zahlreiche Gäste wurden zu diesem feierlichen Anlass in die Räumlichkeiten des Projektpartners ABT Sportsline geladen.

Die Veranstaltung gab Einblick in die gemeinsamen Aktivitäten rund um die E-Mobilität von morgen. Neben einer Podiumsdiskussion mit hohen Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Forschung erwartete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.

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