Displays

Schuhplus digitalisiert stationäres Fachgeschäft

| Redakteur: Bernd Maienschein

Georg Mahn von Schuhplus präsentiert stolz ein digitales Display, im Hintergrund ist ein Touch-Stahdisplay im Fachgeschäft zu erkennen.
Georg Mahn von Schuhplus präsentiert stolz ein digitales Display, im Hintergrund ist ein Touch-Stahdisplay im Fachgeschäft zu erkennen. (Bild: Schuhplus)

„Displays statt Etiketten“ ist die Devise bei Schuhplus, eigenen Angaben zufolge Europas größtes Versandhaus für Schuhe in Übergrößen. Sein Fachgeschäft am Firmenstandort Dörverden, 50 km von Bremen entfernt, hat der Übergrößenspezialist jetzt digitalisiert und ist mit viraler Preisgestaltung ein Pionier in der Schuhbranche.

Mit Displays statt konventioneller Preisauszeichnung via Etiketten setzt der Übergrößen-Spezialist Schuhplus ab sofort auf eine vollständige digitale Lösung: Jedes Produkt wird auf einem Display dargestellt, Verfügbarkeiten und Lagerorte sorgen dabei für höchstmögliche Transparenz.

Wettbewerbsvorteil digitale Transparenz

Faire Preise sind ein Indiz für Glaubwürdigkeit, Ehrlichkeit und Authenzität. Wer als Händler zeitgleich im Internet sowie stationär aktiv ist, muss diese Transparenz auch ins lokale Geschäft transportieren. Als Europas größtes Versandhaus für Schuhe in Sondergrößen mit einer breit gefächerten viralen Datenstruktur waren die Herausforderungen besonders groß, denn die Synchronität musste auf jedes einzelne Produkt im 1100 m² großen Fachgeschäft übertragen werden.

Über ein Jahr dauerten die Vorbereitungen: Jetzt herrscht völlige Preisparität, ein enormer Wettbewerbsvorteil, betont Schuhplus-Chef Kay Zimmer. „Im Internet herrscht gnadenlose Preistransparenz. Anpassungen sind dabei ein Mittel zum Zweck, die Produkte den Marktentwicklungen anzupassen. Das stationäre Fachgeschäft von Schuhplus war davon nie betroffen; hier herrschte konsequente Preisstabilität – auf dem Karton, nicht an der Kasse, ein primär hausinterner kommunikativer Nachteil, denn visuelle Preisparität online wie offline war stets unser Leitkodex, dem wir nur gerecht wurden. Jede noch so kleine Preisänderung im Webshop wird ab sofort synchron durch Digitaldisplays auch in unserem Fachgeschäft dargestellt. So garantieren wir, dass Kunden im Geschäft und im Webshop stets den besten Preis erhalten.“

Viral-homogene Shopping-Welt

Mit dem erfolgten Start der digitalen Displays gehört das Fachgeschäft zu einem elitären Kreis, ist man sich bei Schuhplus sicher, denn abgesehen von Elektronikhäusern habe kaum ein Einzelhändler in Deutschland die virale Bestandsdigitalisierung realisiert. Rund 50.000 Euro hat das Unternehmen eigenen Angaben zufolge investiert. Neben der transparenten Preisaktualisierung betont Georg Mahn, verantwortlich für strategisches Management bei Schuhplus, die übergeordnete Mehrwertigkeit des Systems: „Die Displays zeigen beispielsweise den Lagerort an, wenn eine Schuhgröße im Geschäft ausverkauft ist. So kann der Bestand vom Logistikteam leicht visuell identifiziert und aufgefüllt werden. Ebenfalls kann im direkten Kundendialog die Frage nach einer anderen Größe wortwörtlich abgelesen werden – eine enorme Zeitersparnis und ein deutlicher Mehrwert für das Team im Kundensupport.

Neben Etiketten gehört die konsequente Digitalisierung des Fachgeschäfts für große Schuhe seit Jahren schon zum Tagesgeschäft. Große Touch-Stehdisplays, sogenannte Stele, sorgen für Interaktion und zeigen dem Kunden vor Ort, was sowohl im Geschäft, aber auch im Lager, erhältlich ist. „Seit 2002 vereinheitlichen wir die Möglichkeiten von online und offline, setzen damit Impulse und freuen uns stets über neue Entwicklungen, innovativ und anders sein zu können. Ein dynamischer Prozess, bei dem man stets am Ball bleiben muss“, so Zimmer.

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