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Logistikstudie SCM-Studie: Im Export schlägt Rechtssicherheit die Kostensenkung

Welche Aufgaben sehen exportierende Unternehmen im globalen Supply Chain Management (SCM) auf sich zukommen? Und wie gehen sie mit Risiken in ihrer Lieferkette um? Diese und weitere Fragen will die Studie „Global Trade Management Agenda 2014“ klären.

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Rechtssicherheit ist zur Zeit das Top-Thema, wenn Vertreter exportortorientierter Unternehmen nach den gegenwärtigen Trends im Supply Chain Management befragt werden.
Rechtssicherheit ist zur Zeit das Top-Thema, wenn Vertreter exportortorientierter Unternehmen nach den gegenwärtigen Trends im Supply Chain Management befragt werden.
(Bild: Würth)

Das Top-Thema aus Sicht der befragten Unternehmen: Rechtssicherheit. Aber auch die Gewinnung, Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern, die Risikominimierung in der Lieferkette sowie die Verringerung von Durchlauf- beziehungsweise Lieferzeiten sind wichtig. Kostensenkungen im Global Trade Management (GTM) spielen dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Die gemeinsam vom Stuttgarter Softwarehaus AEB und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Stuttgart angefertigte Studie liefert wertvolle Einsichten und Hinweise für die Praxis:

  • 90 % der befragten Unternehmen sehen wachsende Bedeutung für das GTM, 85 % halten es für einen entscheidenden Wettbewerbsfaktor.
  • Knapp ein Drittel der Studienteilnehmer sehen die Unternehmen im Bereich GTM nicht gut aufgestellt.
  • Rund 36% schätzen, dass mindestens ein Viertel der Unternehmen bereits ohne Genehmigung in ein Embargoland geliefert hat oder an einen Empfänger, der auf einer Sanktionsliste stand.
  • Und: Für 83 % der Unternehmen stellt die Unterbrechung der Lieferkette eine reale Bedrohung dar.

Zudem umfasst die Studie auch eine Einschätzung zur Entwicklung des Außenhandels. So erwarten rund 70 % der Befragten 2014 eine Umsatzsteigerung aus ihren Exporten – besonders in der Russischen Föderation: Gut ein Fünftel der Befragten erwartet dort eine Steigerung des Außenhandelsgeschäftes um mehr als 6 %, immerhin 11,5 % setzen sogar auf eine Zunahme von mehr als 10 %.

Compliance und Effizienz stehen im Vordergrund

„Erst prüfen, dann liefern“ – so lautet eigentlich die Grundregel der Exportkontrolle. Dennoch schätzen rund 36 % der Befragten, dass mindestens ein Viertel der Unternehmen schon mal ohne Genehmigung in ein Embargoland oder an einen Empfänger geliefert hat, der auf einer Sanktionsliste stand. An die 23 % glauben, dass mindestens ein Viertel der Unternehmen auch Waren exportieren, für die ein Ausfuhrverbot vorliegt.

Vielleicht deshalb sehen die Umfrageteilnehmer ihre Aufgabenschwerpunkte für 2014 vor allem in den Bereichen Compliance und Effizienz. Am wichtigsten ist dabei das Einhalten von Embargo-Vorschriften, gefolgt von der Inanspruchnahme von Verfahrensvereinfachungen, der Gewährleistung von Rechtssicherheit und der Umsetzung zollrechtlicher Änderungen. Auffällig ist, dass die Optimierung von Gesamtkosten oder Abgaben von den meisten Exporteuren als weniger bedeutend eingestuft wird.

* Weitere Informationen: AEB GmbH, 70597 Stuttgart, Tel. (07 11) 7 28 42-3 00, info@aeb.de

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