Energieketten

Selbst entwickelte Energieketten erfüllen Anforderungen besser als Standardprodukte

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Die verschiedenen Kettengrößen differenzieren sich in ihrer Breite, Höhe und der inneren Aufteilung und bilden drei verschiedene Baugrößen (Bild 3 – siehe Bildergalerie). Baugröße 1 ist die schmalste Form (Bild 4) und kommt sowohl als Stromzuführung als auch als verfahrbare Steuerung zum Einsatz, während die Größen 2 und 3 für den Stromanschluss vorgesehen sind.

Beliebte kabelgebundene Kransteuerung erfordert Energieketten

Vor der Einführung von Energieketten bei Laufkranen waren Schleppleitungen das Mittel der Wahl, sowohl für die elektrische Verbindung der Katze als auch für den Hängetaster einer verfahrbaren Steuerung. Die konstruktiven Nachteile eines solchen Systems sind vor allem die Abmessungen. Der Laufschienenverband für die Befestigung der Schleppleitungen sitzt meist oben auf dem Hauptträger des Krans und vergrößert dessen Einbauhöhe. Nach unten wirken sich die durchhängenden Leitungsschlaufen als Gefahrenquelle aus.

Daher kommen die vielen Vorteile der Energiekette im Vergleich zur klassischen Schleppleitung nur dann zum Tragen, wenn auch der separat verschiebbare Hängetaster damit ausgerüstet ist und nicht auf ein herkömmliches Schleppleitungssystem zurückgreifen muss.

Energieketten für Katzstromzuführung und verfahrbare Steuerung seitlich am Hauptträger

Zwar kann stattdessen auch eine Funkanlage zur Kransteuerung eingesetzt werden, aber trotz deren zunehmender Verbreitung stellen hängetastergesteuerte Krane nach wie vor die häufigste Ausführungsform dar.

Die Energiekette für die Katzstromzuführung und die verfahrbare Steuerung sind seitlich am Hauptträger befestigt (Bild 2) – ein Anbauort, der nicht durch andere Komponenten belegt ist und weder nach oben noch nach unten die Dimensionen des Krans einschränkt. Die Abus-Ingenieure erkannten die Innovation der auf diese Weise angebrachten E-Kette für den Hängetaster und meldeten die Konstruktion als Patent an. Bis heute bietet der Kranhersteller die Abu-Powerline am Hängetaster als Alleinstellungsmerkmal an.

Flachleitungen statt Rundleitungen als ungewöhnlicher Weg

Anders als bei herkömmlichen Ausführungen liegen in der Abu-Powerline bewusst keine Rundleitungen. Durch die radiale Anordnung der Einzeladern im Kabel entsteht an der Biegestelle ein nicht unerheblicher Verschleiß, der nur durch aufwendige Spezialleitungen reduziert werden kann. Als kostengünstiger und langlebiger stellte sich im Anwendungsfall bei Abus eine Flachleitung heraus. Die horizontale Anordnung der Einzeladern reduziert das Reibungsverhältnis im Leitungsgefüge erheblich.

Vergleicht man die mechanischen Eigenschaften von Rund- und Flachleitungen, wird darüber hinaus deutlich, dass das Flächenträgheitsmoment runder Stromleiter, die abstrahiert einem Rohr ähneln, deutlich höher ist, als das eines flachen Kabels, das eher einem Flachstab ähnelt. Somit sind durch Flachleitungen deutlich kleinere Biegeradien bei identischem Leitungsquerschnitt möglich. Zudem spart die kompakte Anordnung der Adern Volumen in der Energiekette und führt zu einer besseren Nutzung des vorhandenen Raumes in den Kammern.

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