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Kombinierter Verkehr SHT startet intermodales Pilotprojekt

In einem Pilotprojekt der Sievert Handel Transporte GmbH (SHT) bringt ein Güterzug Kartonagen für DS Smith von Ludwigshafen nach Osnabrück. Trotz Vor- und Nachlauf per Lkw halbiert dieser kombinierte Verkehr die CO2-Emissionen, das Prinzip der Nachhaltigkeit wird erfüllt.

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(Bild: SHT)

Die Sievert Handel Transporte GmbH (SHT) will jetzt beweisen, dass intermodale Transporte auf Kurzstrecken oder über mittlere Distanzen durchaus wirtschaftlich sein können. Zu diesem Zweck hat der branchenübergreifende Transport- und Logistikdienstleister für den Verpackungs- und Displayhersteller DS Smith ein Pilotprojekt an den Start gebracht: Kürzlich rollte der erste Güterzug mit Kartonagen für die Automobilindustrie auf dem Rücken von Ludwigshafen nach Osnabrück – erfolgreich, wie das Unternehmen angibt. Auch wenn noch nicht alle Parameter ausgewertet wurden, lasse sich der ökologische Effekt bereits beziffern: Die CO2-Emissionen wurden pro Auflieger und Rundlauf nahezu halbiert, heißt es in einer Pressemitteilung.

Kunde begrüßt ausdrücklich das neue Transportkonzept

Für Michael Dorn, Dispatching-Manager von DS Smith in Mannheim, ist die Kombination von Lkw und Zug eine willkommene Alternative zum reinen Transport auf der Straße: „Nachhaltigkeit ist in unserer Unternehmensphilosophie fest verankert. Wir freuen uns daher sehr über das Engagement unseres Logistikdienstleisters und begrüßen ausdrücklich die von ihm konzipierte Transportlösung zu gleichbleibenden Kosten.“ DS Smith stellt vollständig recycelbare Displays und Verpackungen aus dem Basismaterial Wellpappe her. Ein ökologisch ausgerichtetes Logistikkonzept sei deswegen eine konsequente Weiterentwicklung der vorhandenen Firmenstrategie.

Die intermodale Transportkette der SHT startet an der Wellpappenfabrik von DS Smith in Mannheim. Dort werden die Auflieger des Logistikdienstleisters mit palettierten Kartonagen beladen. Verwendung finden diese später in der Automobilindustrie als spezielle Verpackung für Stoßfänger. Vom Werk in Mannheim geht es anschließend per Lkw zum Kombi-Terminal Ludwigshafen, wo die Auflieger abgekoppelt und komplett auf Waggons verladen werden. Der Hauptlauf erfolgt mit dem Ganzzug von Hellmann über eine Strecke von rund 450 km bis nach Osnabrück. Von dort geht es per Lkw zum finalen Bestimmungsort in Niedersachsen.

Getaktete Versorgung ist leicht skalierbar

Aus Sicht von SHT-Geschäftsführer Niklas Sievert sind mit dem intermodalen Transportkonzept aber nicht nur ökologische Vorteile verbunden: „Verlader profitieren insbesondere von der getakteten Versorgung, die sich recht schnell und sicher skalieren lässt.“ Zudem sei der Hauptlauf per Güterzug wesentlich unabhängiger von Witterung und Stau – selbst wenn Vor- und Nachlauf per Lkw erfolge. Nach Auswertung weiterer Parameter des Pilotprojektes ist Sievert auch von dessen Wirtschaftlichkeit überzeugt: „Wir haben zwar den gleichen Umsatz, schonen aber unser Equipment sowie die Lenkzeiten unserer Fahrer. Folglich werden wir dem ersten intermodalen Transport für DS Smith weitere folgen lassen.“

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