Holzpackmittel

Sicherheit auch jenseits des Standards

| Autor: Benedikt Hofmann

Zwar sieht der Verband den Zustand der Branche in Deutschland prinzipiell positiv, doch gibt es dennoch einige Entwicklungen, die den Experten eine gewisse Sorge bereiten. Dazu gehört natürlich der Preisdruck durch internationale Anbieter, mit dem vor allem die deutschen Hersteller von Sonderpaletten aus Holz zu kämpfen haben. Auch die illegale ISPM 15-Kennzeichnung von Paletten im Ausland und eine daraus resultierende Wettbewerbsverzerrung wird vom HPE angeprangert. „Holzpackmittel und Paletten sind in der Regel gemäß dem internationalen Standard ISPM 15 zum Schutz vor Schädlingen mit Hitze zu behandeln und entsprechend zu kennzeichnen. Wir haben Grund zu der Annahme, dass systematisch und umfassend gegen diese verbindlichen Vorgaben verstoßen wird. Uns sind Fälle bekannt, in denen deutsche Anbieter von Holzpaletten im europäischen Ausland in Zulieferbetrieben Paletten fertigen lassen, die dann im Ausland mit einer deutschen IPPC-Registrierungsnummer versehen und direkt zum Kunden gebracht werden“, so Kurth. Diese Praxis sei nicht hinnehmbar. Deshalb hat der Verband bereits das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und die Pflanzenschutzämter der Länder auf dieses Problem aufmerksam gemacht.

„Gerade im gewerblichen Bereich spüren wir den Fachkräftemangel mittlerweile sehr deutlich,“ sagt Joachim Hasdenteufel, geschäftsführender Inhaber von Hapack und vorsitzender des Vorstands des Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung e.V..
„Gerade im gewerblichen Bereich spüren wir den Fachkräftemangel mittlerweile sehr deutlich,“ sagt Joachim Hasdenteufel, geschäftsführender Inhaber von Hapack und vorsitzender des Vorstands des Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung e.V.. (Bild: Hofmann/MM LOGISTIK)

Gerade die Holzverpacker, bei denen häufig ein beträchtliches Know-how der Mitarbeiter gefordert ist, haben mit einem weiteren, gesellschaftlichen Problem zu kämpfen, wie Hasdenteufel betont: „Besonders im gewerblichen Bereich spüren wir den Fachkräftemangel mittlerweile sehr deutlich und es ist kaum möglich qualifizierte Mitarbeiter für offene Stellen zu finden.“ Sein eigenes Unternehmen, Hapack, versucht dem durch die Ausbildung von Lehrlingen entgegen zu wirken, doch auch hier ist es häufig schwer, die Stellen mit geeigneten Bewerbern zu besetzen. Diesen fehlen dem Geschäftsführer zufolge in vielen Fällen elementarste Kenntnisse, die für die Arbeit unerlässlich sind. „Dennoch sehe ich die Ausbildung junger Fachkräfte als unerlässlich an und möchte auch unsere Mitglieder dazu ermutigen, noch stärker in diesen Bereich zu investieren.“

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