Luftfracht

Sicherheitslücken der Luftfrachtversender „so groß wie Scheunentore“

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Die Kritik, dass die „sichere Lieferkette“ also in der Übergangszeit vor allem auf dem Vertrauen gegenüber den Unternehmen basiere, erwiderte Staatsekretär Jan Mücke in „Report Mainz“ damit, dass es sich ja um eine Übergangszeit handele, nach der müssen alle betroffenen Unternehmen das Konzept der sicheren Kette einhalten müssten.

Sicherheitssystem für Luftfracht soll schnellstmöglich kommen

Die Deutsche Polizeigewerkschaft hält das für einen inakzeptablen Zustand, wie berichtet wird. Ihr Vorsitzender Rainer Wendt kommentiert diesen in „Report Mainz“ sinngemäß damit, dass man unmöglich eine Nachricht an Al Qaida schicken und ihr sagen könne, dass sie sich mal drei, vier Jahre Zeit mit ihren Anschlägen lassen solle, bis man sicherheitstechnisch abwehrbereit sei.

Polizeigewerkschafter Rainer Wendt plädiert dafür, dass es daher gar keine Übergangszeiten gibt und dass jetzt schnellstmöglich auf europäischer Ebene ein vernünftiges System installiert wird.

Pilotenvereinigung und Polizeigewerkschaft bezüglich Luftfrachtsicherheit konform

Auch der Sprecher der Pilotenvereinigung Cockpit, Jörg Handwerg, hat auf die Recherchen von „Report Mainz“ besorgt reagiert. Er sieht in den jetzigen Verhältnissen ganz klar ein Gefahrenpotential und plädiert seinerseits für dringende Nachbesserungen. Wenn man schon die Verantwortung auf Betriebe verlagere, so der Pilotensprecher, dann müsse es dort auch eine strikte Kontrolle geben.

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