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Sensoren Sick investiert rund 18 Mio. Euro

| Redakteur: M. A. Benedikt Hofmann

Sick hat jetzt eine neue, mit modernster Umwelttechnik ausgestattete Produktionshalle eingeweiht und verlegt verschiedene Produktionsabteilungen von Waldkirch nach Reute.

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V.l.n.r.:Bürgermeister Michael Schlegel, Reute, Gisela Sick, Dr. Robert Bauer, Silke Krebs Ministerin im Staatsministerium Baden-Württemberg, Hanno Hurth, Landrat Landkreis Emmendingen.
V.l.n.r.:Bürgermeister Michael Schlegel, Reute, Gisela Sick, Dr. Robert Bauer, Silke Krebs Ministerin im Staatsministerium Baden-Württemberg, Hanno Hurth, Landrat Landkreis Emmendingen.
(Bild: Sick)

Die Halle hat eine Fläche von etwa 8500 m² und das Investitionsvolumen beträgt rund 18 Mio. Euro. In der knapp 100 m langen und 80 m breiten Halle arbeiten verschiedene, bisher in Waldkirch und Freiburg-Hochdorf angesiedelte Produktionsbereiche des Herstellers von Industriesensoren. Gleichzeitig mit der Einweihung benannte die Gemeinde Reute die zum neuen Produktionsgebäude führende Straße in Gisela-Sick-Straße. Gisela Sick, ist die Witwe des Unternehmensgründers Erwin Sick und Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats des Unternehmens.

Systeme für die Logistikautomation

Das Werk Reute ist mit 700 Mitarbeitern nach dem Hauptsitz in Waldkirch der zweitgrößte Standort von Sick. Insgesamt arbeiten über 3400 Mitarbeiter in Südbaden für Sick, weltweit sind es gegenwärtig fast 7000. In Reute produziert das Unternehmen Gasanalysesysteme für die Überwachung der Abgas-Emissionen von Kraftwerken oder zur ressourcenschonenden Steuerung von chemischen Prozessen. Weiter werden Systeme für die Logistikautomation hergestellt, zum Beispiel zur Fluggepäckidentifikation im Flughafen. Dritter Produktionsbereich in Reute ist die Vorfertigung, die unter anderem Gehäuse und Glasoptik für die Sensoren fertigt. Reute ist außerdem nicht nur Produktionsstandort, sondern auch Sitz mehrerer Geschäftsbereiche mit Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung.

Produktionsgebäude mit hohem Energiestandard

Das neue Produktionsgebäude hat dem Unternehmen zufolge einen sehr hohen Energiestandard und die Normen der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) werden demnach deutlich übertroffen. Auf dem Dach der Halle ist eine Photovoltaik-Anlage mit 200 KW Peak installiert. Die Dachkonstruktion mit sogenannten Scheddächern ist darauf ausgerichtet, einerseits die optimale Sonneneinstrahlung auf der Photovoltaik-Anlage zu erreichen, andererseits möglichst viel blendfreies Tageslicht auszunutzen. Die Hallenbeleuchtung ist energieoptimiert und kombiniert Tageslicht mit einer großflächigen LED-Beleuchtung. Eine aufwendige Tageslichtsteuerung regelt die Beleuchtung und sorgt dafür, dass so wenig Energie wie möglich für die Hallenbeleuchtung eingesetzt wird. Ein energieeffizientes Blockheizkraftwerk liefert 520 KW Strom und 630 KW Wärme, die im Sommer auch zur Kühlung eingesetzt werden kann. Sämtliches Regenwasser versickert auf dem Werksgelände selbst. Um die Flächenversiegelung so gering wie möglich zu halten, wurden die 280 neuen Parkplätze mit einem Sand-Kiesbelag angelegt.

Erfolgreiches Familienunternehmen

„Die Sick AG genießt nicht nur im Großraum Freiburg als gute Arbeitgeberin und durch ihr ausgeprägtes gesellschaftliches Engagement ein hohes Ansehen, sondern als Weltmarktführer für Sensortechnik auch weit über die Grenzen Baden-Württembergs hinaus. Umso mehr freut es mich, dass die Sick AG vor Ort investiert und in Reute ein neues Produktionsgebäude errichtet hat. Erfolgreiche Familienunternehmen wie die Sick AG bilden das Rückgrat unserer Wirtschaft und tragen wesentlich dazu bei, dass unser Land so gut dasteht“, sagte die Ministerin im Staatsministerium Silke Krebs anlässlich der Eröffnung des neuen Produktionsgebäudes.

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