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Letzte Meile Skype-Mitgründer arbeiten an der Revolution

| Autor: M. A. Benedikt Hofmann

Mit ihrem neuen Unternehmen Starship Technologies wollen die früheren Skype-Mitgründer Ahti Heinla und Janus Friis die Paketzustellung auf der letzten Meile revolutionieren. Die Grundlage dafür soll eine Flotte erdgebundener Roboter bilden, die die Auslieferung der Pakete übernehmen.

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Die Roboter bewegen sich etwas schneller als ein typischer Fußgänger.
Die Roboter bewegen sich etwas schneller als ein typischer Fußgänger.
(Bild: Starship Technologies)

Die Roboter sollen sich unter anderem durch ihre geringe Größe, die hohe Sicherheit und die nahezu nicht vorhandenen Emissionen auszeichnen. So will Starship Technologies seinen Kunden nach eigene Angaben eine bisher nicht gekannte Nutzerfreundlichkeit und große Kosteneinsparungen bieten und unterschiedlichen Unternehmen neue Geschäftsbereiche erschließen. „Unsere Vision dreht sich um drei Nullen – null Kosten, null Wartezeit und null Einfluss auf die Umwelt. Wir wollen die letzte Meile so verändern, wie Skype die Telekommunikation verändert hat“, so Ahti Heinla.

Den ersten Informationen des Unternehmens zufolge sollen die Roboter in der Lage sein, ein Gewicht zu transportieren, das etwa zwei gefüllten Einkaufstaschen entspricht und lokale Lieferungen innerhalb von fünf bis zehn Minuten auszuführen. Als Basis dafür nutzen sie einen regionalen Hub oder ein Einzelhandelsgeschäft und sollen so zehn bis 15 Mal weniger Kosten als konventionelle letze-Meile-Lösungen verursachen. Die Kunden nutzen eine App, über die sie sich für verschiedene Lieferzeiten entscheiden können, wodurch die Lieferung genau zum Wunschzeitpunkt eintreffen soll. Bis zur tatsächlichen Lieferung kann der Roboter über die App außerdem in Echtzeit verfolgt werden. Bei der Ankunft kann nur der Besteller die Waren über seine App freischalten. Durch das integrierte Navigationssystem und Software, durch die der Roboter Hindernisse automatisch umfahren kann, sollen sich diese autonom bewegen können. Sie werden allerdings in einer Zentrale von Menschen überwacht, die im Notfall eingreifen.

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Roboter unter Fußgängern

Heinla erklärt weiter: „Durch den weiter wachsenden E-Commerce erwarten die Kunden mittlerweile nutzerfreundliche Liefermethoden – zu annehmbaren Preisen. Die letzten Kilometer sind häufig für einen Großteil der Lieferkosten verantwortlich. Unsere Roboter sind mit Absicht so designt, dass sie Technologien nutzen, die durch Smartphones und Tablets erschwinglich geworden sind. Dadurch ist das System genau auf die Anwendung zugeschnitten und macht es möglich, die Einsparungen an die Kunden weiterzugeben.“

Starship zufolge sollen sich die Roboter nahtlos in ihr Verkehrsumfeld einfügen. Sie erreichen eine Geschwindigkeit von etwa 6,4 km/h, wodurch sie etwas schneller sind als ein durchschnittlicher Fußgänger.

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Über den Autor

M. A. Benedikt Hofmann

M. A. Benedikt Hofmann

Chefredakteur MM MaschinenMarkt