Energiewirtschaft So wachsen Ihnen die Stromkosten nicht über den Kopf

Autor / Redakteur: Gary Huck / Gary Huck

Die Elektrifizierung schreitet in allen Ebenen voran. Gleichzeitig wird der Strom immer teurer. Hier sind drei Tipps, wie Sie Ihre Stromkosten im Zaum halten können.

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Mit diesen drei Tipps können Sie ihre betrieblichen Stromkosten senken.
Mit diesen drei Tipps können Sie ihre betrieblichen Stromkosten senken.
(Bild: ©cirquedesprit - stock.adobe.com)

Deutschland ist Spitzenreiter beim Strom. Leider nicht bei der Effizienz, oder dem Anteil an erneuerbaren Energien im Strommix, sondern beim Preis. In keinem anderen EU-Land ist der Strom so teuer wie in Deutschland. Im EU-Durchschnitt kostet eine Kilowattstunde etwa 21 Cent. In Deutschland sind es über 30 Cent. Für Unternehmen, die große Produktionsanlagen oder Lager versorgen müssen, wird der Strompreis immer mehr zum Kostentreiber.

In diesem Zusammenhang gleich die schlechte Nachricht vorweg: Der Preiszenit ist vermutlich noch nicht erreicht. Der Strompreis wird durch den CO2-Preis beeinflusst. Und CO2 wird immer teurer. Vor etwa zwei Jahren lag der Preis für die Tonne Kohlenstoffdioxid noch bei 5 bis 10 Euro. Heute liegt er zwischen 50 und 60 Euro. Nun mag man argumentieren, dass deutscher Strom immer „grüner“ wird. Das stimmt zwar, aber Kohlestrom und Erdgas machten 2020 immer noch über 35 Prozent des Strommixes aus. Und nur weil der Strom aus erneuerbaren Quellen kommt, ist er nicht zwangsläufig günstig. Erneuerbare Quellen müssen in den nächsten Jahren massiv ausgebaut werden. Billig wird das nicht.

Damit Sie trotzdem nicht in den Stromkosten ertrinken, gibt es ein paar Handlungsempfehlungen, wie sie bei der Energie sparen können:

Verbrauch reduzieren

Reduzieren Sie Ihren Verbrauch: „Ja klar, was denn sonst“, werden viele von Ihnen jetzt denken. Auch wenn es vollkommen logisch klingt, viel Potenzial bleibt dabei ungenutzt. Im ersten Schritt sollten Sie analysieren, wo in Ihrem Unternehmen wie viel Strom verbraucht wird. Wenn man diese Daten hat, kann man die größten Energiefresser ausfindig machen und versuchen, deren Verbrauch zu reduzieren. Bei Industrieunternehmen fließt häufig viel Strom in die Druckluftversorgung, Beleuchtung und Klimatechnik.

In diesem Zusammenhang ist durch die aktuelle Förderlage eine Option, neue Geräte oder Systeme anzuschaffen. „Ich hatte vor Kurzem einen Kunden, der von einer alten Ölheizung auf Holzpellets umgestiegen ist. Das damit einhergehende Investment war viel höher als bei einer vergleichbaren Gasheizung. Aber der Staat hat 45 Prozent des Anschaffungspreises gesponsert“, erzählt Dr. Wolfgang Hahn, Geschäftsführer der ECG. Die Energieberatung ECG ging Mitte der 1980er-Jahre aus dem Stahlkonzern Badische Stahlwerke hervor. Die Agentur berät seit über 30 Jahren Unternehmen in Energiefragen.

Selbst wenn ein System eigentlich läuft und eine Neuanschaffung aus betriebswirtschaftlicher Sicht noch keinen Sinn machen würde, kann es sich aufgrund des aktuellen Förderklimas lohnen. Hahn nennt noch ein Beispiel: „Eine Druckerei hatte eine über 20 Jahre alte Druckmaschine. Die funktionierte auch noch. Allerdings bekam das Unternehmen eine staatliche Förderung für eine neue Druckmaschine, da die weniger CO2-Ausstoß verursachte.“ Wenn so eine Maschine energieeffizienter arbeitet, spart man auch langfristig Strom.

Deutschland ist bürokratisch, und das Förderwesen ist komplex. Wenn Sie sich nicht selbst durch den Paragrafendschungel arbeiten wollen, können Sie sich beraten lassen. Neben klassischen Energieberatungen sind auch die IHKs eine gute Adresse für Auskünfte.

Kosten senken

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