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Logistik-Initiative Hamburg

Redakteur: Claudia Otto

„Nachhaltigkeit ist nicht nur grün – also nicht nur ökologisch“, sagte Prof. Dr. Beatrix Palt, Vorsitzende des Fachlichen Beirats der Club-of-Rome-Schulen, beim Nachhaltigkeitsforum der Logistik-Initiative Hamburg am 22. August 2012-

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Prof. Dr. Beatrix Palt, Vorsitzende des Fachlichen Beirats der Club-of-Rome-Schulen, betonte: "Soziale Nachhaltigkeit basiert auf Freiwilligkeit."
Prof. Dr. Beatrix Palt, Vorsitzende des Fachlichen Beirats der Club-of-Rome-Schulen, betonte: "Soziale Nachhaltigkeit basiert auf Freiwilligkeit."
(Bild: Otto)

Bei der Veranstaltung stand das Thema der sozialen Nachhaltigkeit im Vordergrund. Palt stellte mit ihrem Impulsvortrag folgende Frage in den Raum: „Wie gehen wir mit Mitarbeitern ressourcenschonend um?“ Soziale Nachhaltigkeit basiert laut der Wissenschaftlerin wie ökologische Nachhaltigkeit auch auf Freiwilligkeit, die die Unternehmen mitbringen müssten.

Betrieblichen Kinderbetreuung führt zu erhöhter Mitarbeiterbindung

Die weiteren Vorträge und Diskussionen beleuchteten, was genau soziale Nachhaltigkeit ausmacht und wie man diese in die Unternehmenspraxis umsetzt. Von einer Möglichkeit berichtete das Logistiknetzwerk in Allermöhe bei Hamburg. Die zum Netzwerk gehörenden und im Gewerbegebiet Allermöhe ansässigen Unternehmen haben sich in Zusammenarbeit mit dem Betreiber Wabe e.V. zu einer betrieblichen Kinderbetreuung entschlossen. Diese führe unter anderem zu einer erhöhten Mitarbeiterbindung und -motivation, weniger Fehlzeiten, einer niedrigeren Fluktuation und steigere die Attraktivität als Arbeitgeber.

Weitere Beispiele waren ein umfassendes Gesundheitsmanagement sowie ein konstruktives Trennungsmanagement. Letzteres führte Uta Zander, Partnerin der Sozietät Dunkel, Vögele & Associates etwas genauer aus. Dabei ging sie auf die Aufgaben und Ziele eines Outplacements ein. So sei das Outplacement zum einen dazu da, dem gekündigten Mitarbeiter bei der Trennungsbewältigung zu helfen. Zum anderen soll es bei der Entwicklung eines optimalen Eigenmarketing-Konzeptes und bei einer mittel- bis langfristigen Karriereplanung unterstützen.

Gruppen-Outplacements bei Standortschließungen

Ein wichtiger Schritt sei, dafür Sorge zu tragen, dass die zu entlassenden Mitarbeiter mit guten Bewerbungsunterlagen ausgestattet seien. Zum Einsatz könne Outplacement sowohl im Einzelfall kommen wie auch in Form eines Gruppen-Outplacements, das beispielsweise bei der Schließung ganzer Standorte hilfreich sei. Zander berichtete von einem Gruppen-Outplacement mit einer Vermittlungsquote der entlassenen Mitarbeiter in neue Jobs von 60 bis 80 % nach sechs Monaten.

Insgesamt waren sich die Teilnehmer des Forums einig, dass es sich beim Engagement für soziale Nachhaltigkeit um eine Investition handele, die sich durch höhere Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter sowie eine verminderte Krankenquote und eine geringere Fluktuation bezahlt mache.

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