Pick by Voice Sprachtechnologie im länderübergreifenden Einsatz

Autor / Redakteur: Dirk Becker / Volker Unruh

Babel hätte nie stattgefunden. Mit ihrer fortschreitenden Entwicklung bietet die Sprachtechnologie inzwischen klare Vorteile, die vielen Unternehmen sowohl an ihren heimischen als auch an ihren Auslandsstandorten zugute kommen.

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Viele Unternehmen mit Auslandsstandorten oder mit Mitarbeitern unterschiedlicher sprachlicher Herkunft profitieren von den Vorteilen mehrsprachiger Voice-Lösungen. Bilder: Vocollect
Viele Unternehmen mit Auslandsstandorten oder mit Mitarbeitern unterschiedlicher sprachlicher Herkunft profitieren von den Vorteilen mehrsprachiger Voice-Lösungen. Bilder: Vocollect
( Archiv: Vogel Business Media )

Dass sprachgestütztes Arbeiten bei etlichen Kommissionier- und anderen intralogistischen Prozessen große Vorteile bietet, hat sich in vielen Branchen – im wahrsten Sinne des Wortes – herumgesprochen. Und zahlreiche Unternehmen wollen von diesen Vorteilen auch an ihren Auslandsstandorten oder an Standorten mit Mitarbeitern unterschiedlicher sprachlicher Herkunft profitieren.

In beiden Fällen stellt die Mehrsprachigkeit eine besondere Herausforderung an die zum Einsatz kommenden Systeme dar. Um den Implementierungs- und Einarbeitungsaufwand möglichst niedrig zu halten und die Spracherkennungsqualität zu maximieren, muss die verwendete Voice-Lösung spezielle Eigenschaften mitbringen.

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Dialekte und Akzente spielen bei „Voice“ keine Rolle mehr

Mit dem „Talkman T2x“ und dem „Talkman T5“ bietet der US-amerikanische Hersteller Vocollect Inc. zwei Mobilcomputer an, die sich besonders für mehrsprachige Umgebungen und länderübergreifende Einsätze eignen. Grund hierfür ist das Softwarepaket „Vocollect Voice“, das auf beiden Geräten läuft und höchste Flexibilität bietet.

Die zum Paket gehörende Text-to-Speech-Software (TTS), die Textdaten in Ansagen umwandelt, ist zurzeit in über 24 verschiedenen Landessprachen erhältlich. Darüber hinaus wird auf die sogenannte „benutzerabhängige Spracherkennung“ zurückgegriffen. Sie sorgt für eine extrem schnelle und zuverlässige Identifikation von Wortlauten, und zwar vollkommen unabhängig von Dialekten, Akzenten oder gar der gewählten Sprache.

Basis sind individuelle Sprachprofile

Basis der benutzerabhängigen Spracherkennung sind individuelle Sprachprofile, die vor dem ersten Einsatz des Systems angelegt werden – ein Vorgang, der pro Mitarbeiter nur wenige Minuten dauert. Dazu wird aufgenommen und gespeichert, wie ein Mitarbeiter die für seine Aufgaben relevanten Begriffe ausspricht. Sofern eine klare Wort-Bedeutungs-Zuordnung definiert und später beibehalten wird, kann er dabei auch Wörter aus einer anderen als der lokalen Sprache wählen.

Während der Arbeit werden die gesprochenen Äußerungen des Mitarbeiters in Sekundenbruchteilen mit seinen hinterlegten Sprachprofilen verglichen und erkannt. Selbst in schwierigen Umgebungen lässt sich dabei eine hervorragende Spracherkennungsqualität erzielen, wenn die Sprachprofile wie bei Vocollect vor Ort und mit allen Umgebungsgeräuschen aufgenommen werden können.

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