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Automatisches Kleinteilelager SSI Schäfer befördert akademische Ausbildung

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg leistet sich ein automatisches Kleinteilelager von SSI Schäfer. Das Kleinteilelager dient der Ausbildung des akademischen Nachwuchses und der wissenschaftlichen Grundlagenforschung in der Intralogistik.

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Mit Modifizierungen an Warehouse-Managementsystem und Materialflusssteuerung wurde an der Uni Magdeburg die Möglichkeit geschaffen, das Regalbediengerät in einem speziellen Testmodus zu betreiben. Bild: SSI Schäfer
Mit Modifizierungen an Warehouse-Managementsystem und Materialflusssteuerung wurde an der Uni Magdeburg die Möglichkeit geschaffen, das Regalbediengerät in einem speziellen Testmodus zu betreiben. Bild: SSI Schäfer
( Archiv: Vogel Business Media )

Das Institut für Logistik und Materialflusstechnik (ILM) der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg bildet seine Logistiker im Bereich Maschinenbau künftig an einem automatischen Kleinteilelager von SSI Schäfer aus. Den Zuschlag erhielt SSI Schäfer nach einer Ausschreibung. „Die optimal vorbereitete Auslegungsplanung der eingereichten Unterlagen zeigte, dass der Hersteller sich mit den für uns wesentlichen Aspekten intensiv auseinander gesetzt hat“, erklärt Prof. Dr. Hartmut Zadek, Leiter des Lehrstuhls Logistik und geschäftsführender Direktor des ILM. „Das hervorragende Kosten-Nutzenverhältnis des Angebotes tat schließlich ein Übriges.“

Studenten untersuchen flexible Strategien mit automatischem Kleinteilelager

840 Stellplätze bietet das eingassige automatische Kleinteilelager, das die Magdeburger nach Dietrich Ziems, dem Begründer des Fachbereichs Technische Logistik, „Ziems-Gasse“ benannt haben. Überdies lieferte SSI Schäfer rund 250 Behälter, Fördertechnikkomponenten für die Zuführung und ein Warehouse Management System „Ant“.

Mit dieser Grundausstattung arbeiten pro Semester rund 50 Studenten an unterschiedlichen Aufgabenstellungen, um Lösungen für künftige Bedarfe der Intralogistik unter Praxisbedingungen wissenschaftlich zu erforschen und zur Serienreife zu führen beziehungsweise für die Entwicklung und Optimierung künftiger Systeme bereit zu stellen. Gegenwärtige Zielrichtung: Energieeffizienz.

„Es gibt unterschiedliche Ansätze für optimierte Lagerstrategien in automatisierten Lägern“, erläutert Zadek. „Dabei muss die Fördertechnik nicht durch Automatismen der Software gesteuert werden. Wir untersuchen mit dem AKL von SSI Schäfer gegenwärtig die Möglichkeiten flexibler Ein-, Um- und Auslagerungsstrategien durch die Nutzer.“

Modellierter Materialflussrechner und angepasste Steuerungssoftware

Dabei soll der Anwender künftig bei Bedarf exakt die Relationen für die Einlagerung vorgeben und dabei die Abläufe hinsichtlich des Energieverbrauchs für die automatisierten Komponenten wie Fördertechnik und Regalbediengeräte beeinflussen können. „Das bedingt auch die Einbindung neuer Lagerstrategien in die Entwicklung von Software und Steuerungstechnik“, so Zadek.

Dem entsprechend erfolgten bei den eingesetzten Systemen Modellierungen des Materialflussrechners und Anpassungen der Steuerungssoftware. Mit ihnen können etwa Parameter für die Transport- und Hubgeschwindigkeit der Regalbediengeräte flexibel bestimmt werden. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise die Starts der horizontalen und vertikalen Bewegungen verzögert einleiten, um zur Senkung des Energieverbrauchs auch Energierückgewinnungskonzepte zu nutzen.

„Wir erarbeiten mit unserer Grundlagenforschung also Schnittstellen für sinnvoll beeinflussbare Parameter, um die Energiekosten zu senken“, fasst Zadek zusammen. „Diese Art der anwendungsbezogenen Forschung wird die künftigen Entwicklungen der Hersteller unterstützen.“

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